Abwechslungsreiche Weihnachtslesung in der Margarethenkirche

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Zu „Weihnachtsgeschichten bei Punsch und Spekulatius“ hatte Siegfried Ochs in die Margarethenkirche eingeladen.

Kierspe - Er liebt Geschichten, am liebsten kurze. Die sammelt er schon seit vielen Jahren und zu Gehör bringt er sie in seinen Predigten oder auf öffentlichen Lesungen. Siegfried Ochs, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde, hatte zum zweiten Mal in Kierspe zu „Weihnachtsgeschichten bei Punsch und Spekulatius“ in die Margarethenkirche eingeladen. Gekommen waren rund 70 Frauen und Männer und für sie wurden es vergnügliche, spannende und kurzweilige 90 Minuten.

Schon früh in seiner Krefelder Zeit, im Dezember 1998, wurde in ihm die Idee geboren, Weihnachtsgeschichten bei Punsch und Spekulatius anzubieten. Die heimliche Leidenschaft von Siegfried Ochs für Geschichten rund um Advent und Weihnachten wurde damit öffentlich. Er lud zu Lesungen ein, zuerst in seiner Krefelder Gemeinde, dann in Buchhandlungen, Volkshochschulen und zu guter Letzt in der Margarethenkirche hier in Kierspe. 

Seine erste Lesung hatte er im Advent 1998 und sieben Jahre später erschien dann seine Sammlung an Geschichten und Gedichten rund um die Weihnachtszeit unter dem Titel „Weihnachtsgeschichten bei Punsch und Spekulatius“, welche jetzt aber nur noch im Antiquariat zu erhalten ist. Sie war der reiche Fundus, aus dem Siegfried Ochs am Samstagnachmittag schöpfte.

Fruchtig duftete der Punsch, die Spekulatius lagen in greifbarer Nähe und viele große Punschbecher warteten auf die Gäste. Die Margarethenkirche machte einen einladenden Eindruck und so machten es sich die Besucher in den Bankreihen bequem. Peter Strauch, Theologe, Buchautor und Liedermacher aus Wetter, improvisierte derweil auf dem Klavier bekannte Weihnachtslieder. Eindringlich, Spannung aufbauend, nahm Siegfried Ochs die Besucher mit in die kommenden Geschichten.

Rund 70 Besucher gönnten sich einen Nachmittag mit Spannung, Vergnüglichem und Kulinarischem.

„Zwei, drei Kugeln, vier bis fünf Kerzen, hier und da einen Silberfaden“, begann er vorzulesen. „Es ist ja ein Baum und keine Hollywoodschaukel“, war der Beginn der „Bescherung“, die Geschichte eines Mannes, der den nervösen Teil der Bescherung zugedacht bekommen hatte. Sie beschrieb auf humorvolle Weise, wie der Heilige Abend in der Familie von Hans-Dieter Hüsch stattgefunden haben kann.

Doch nicht nur schmunzeln konnten die Besucher, auch Hochspannung war vorgesehen. Kaum zu glauben, aber ein weißer Fleck, links oben in der Tageszeitung, über mehrere Ausgaben immer an der gleichen Stelle, ließ das Publikum den Atem anhalten. In dieser Kurzgeschichte von Robert Lange wurde das Leben eines alten, einsamen Mannes beschrieben, dessen Tagesablauf eintönig und immer gleich war, bis er den weißen Fleck links oben in der Tageszeitung entdeckte und sein Lebens sich mit diesem Fleck veränderte.

Doch nicht nur Weihnachtsgeschichten aus der Sicht der Menschen las Siegfried Ochs vor. Wie ein Hund die Vorbereitungen, Andeutungen und das Versprechen deutete, es gibt für ihn auch ein Weihnachtsgeschenk und sich dabei den krossen Truthahn aus dem Backofen zog, ließ die Besucher schmunzeln. 90 Minuten Spannung, Vergnügliches, Besinnliches und Kulinarisches, den Zuhörern hat es gefallen. Es war für sie ein gelungener Nachmittag zum Abschalten und sich treiben lassen in die Fantasiewelt rund um Weihnachten.

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