FWG fordert Parkkonzept in Kierspe

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Vera Maiwurm und Peter Christian Schröder von den Freien Wählern haben einen Antrag gestellt, damit sich der Ausschuss für Bauen und Wohnen mit der Parksituation an der Straße Füllenfeld beschäftigt.

Kierspe - Ruhiger kann wohl nur eine Sackgasse sein: In rund 30 Minuten fährt an diesem Tag kein einziges Auto durch die Straße Füllenfeld. Das mag morgens und abends anders sein, doch an diesem Nachmittag herrscht Ruhe.

Im vorderen Bereich der Straße – zwischen Im Hofe und Finkenschlag – steht kein einziges Auto am Straßenrand, so wie es der Gesetzgeber wünscht, aber nicht deutlich macht. Im hinteren Bereich der Straße stehen die Fahrzeuge dafür auf beiden Seiten.

Ein Zustand, den sich die Stadt anders wünscht und der nun auch von den Freien Wählern zum Thema gemacht wird. Ursächlich für ein Schreiben der Stadtverwaltung, das nach wie vor für Irritationen sorgt, ist das Parkverhalten einiger Anwohner. So seien Hauseingänge zugeparkt worden und in einem anderen Bereich durch das Parken die Straßenbreite zu gering geworden.

Bereits vor einigen Wochen hatte die Stadt gegenüber der MZ klargestellt, dass – entgegen ihres eigenen Schreibens – das Parken im hinteren Bereich der Straße auf einer Seite in den gekennzeichneten Parkbuchten erlaubt sei, doch bislang ist dies den Anwohnern nicht mitgeteilt worden. Auch aus diesem Grund sehen die Freien Wähler Gesprächsbedarf. Sie haben einen Antrag gestellt, nach dem sich der Ausschuss für Umwelt und Bauen Ende Januar mit diesem Thema beschäftigen soll, möglichst nach einem vorherigen Ortstermin.

"Einbahnstraßenregelung denkbar"

„Die Mitteilung der Stadt mag rechtlich in Ordnung sein, doch praktikabel ist das alles nicht. Wohin sollen die Anwohner ausweichen? In den Nachbarstraßen sieht es nicht viel besser aus“, sagt Peter Christian Schröder, Vorsitzender der FWG. Vera Maiwurm und Schröder, die sich vor Ort die Situation angeschaut haben, schlagen deshalb vor, auch über andere Lösungen als ein Parkverbot nachzudenken: „Man könnte den Bürgersteig auf einer Seite zum Parken nutzen. Vielleicht wäre ja auch eine Einbahnstraßenregelung denkbar.“

Grundsätzlich fordern die beiden jedoch ein Parkkonzept für das gesamte Umfeld und kommen dabei zwangsläufig auch wieder auf den Haunerbusch zu sprechen. „Dort haben Geschwindigkeitsmessungen ergeben, dass gerade im hinteren Bereich der Straße viel zu schnell gefahren wird. Und auch im vorderen Bereich – zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Kreisverkehr – wird zu wenig getan, um die Geschwindigkeit zu reduzieren“, so Maiwurm.

Tatsächlich gibt es den Beschluss des Rates, in diesem Bereich nach der Beseitigung der Aufpflasterungen vor einigen Jahren, andere Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung zu ergreifen, vor allem im Hinblick auf das Seniorenheim. Schröder: „Dort ist ja zumindest das Parken in den aufgezeichneten Boxen vorgeschrieben, im hinteren Bereich ist es nur eine Empfehlung.“

Geschwindigkeitsmessungen geplant

Und tatsächlich endet die Parkverbotszone laut Schild vor dem Kreisel. Maiwurm: „Zusätzlich verschärft sich die Situation auch noch durch die vielen schweren Lkw und die Schulbusse.“ An den Beschluss der Politik erinnert sich auch Oliver Knuf, Leiter des Sachgebietes Ordnung: „Im vorderen Bereich der Straße Haunerbusch wollen wir im Frühjahr mit dem Seitenradar Geschwindigkeitsmessungen vornehmen. Vorher geht das nicht, weil die Akkus in dem Gerät eine Mindesttemperatur benötigen. Danach soll entschieden werden, ob und welche Maßnahmen ergriffen werden.“

Und erst, wenn die Daten aus diesem Bereich vorliegen würden, wolle man auch etwas zu den Ergebnissen im hinteren Bereich sagen. „Wir wollen die Straße in der Gesamtheit betrachten“, so Knuf, der sich genau wie die FWG ein Parkkonzept wünscht, nicht nur für diesen Bereich, sondern für die gesamte Stadt. Damit dürfte er bei der FWG offene Türen einlaufen.

Schröder: „In Zukunft will das Land den Kommunen bei der Stellplatzregelung mehr Handlungsfreiheit geben, auch darauf sollten wir uns die Situation in Kierspe anschauen. Am besten wäre sicher eine Satzung, auch im Hinblick auf das neue Baugebiet Östlich Rathaus II.“

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