Pandemie sorgt für geringe Beteiligung

Online-Umfrage zeigt Konzentrationsflächen auf

Forum der Gesamtschule Treffpunkt für Jugendliche
+
Das Forum der Gesamtschule, das derzeit neu gestaltet wird, zählt zu den Flächen in Kierspe, die von Jugendlichen gern als Treffpunkte genutzt werden.

„Ziel soll es sein, Orte für Jugendliche zu entwickeln, an denen sie auch aufhalten können, dürfen und sollen“, hatte Streetworker und stellvertretender Leiter des Jugendzentrums Christian Schwanke vor knapp zwei Monaten den Sinn und Zweck der Online-Umfrage unter Kiersper Jugendlichen erklärt.

Kierspe - Dies betonte Schwanke auch am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Sport und Jugend. Entwickelt hatte sich dieses vom Land geförderte Projekt durch die Idee, den Skaterplatz im Sportzentrum umzugestalten und zu einem Treffpunkt für Jugendliche zu machen. Die Pandemie führte letztlich jedoch zu deutlichen Schwierigkeiten, die Umfrage im gewohnten Rahmen und auch in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule durchzuführen. Eine direkte Ansprache konnte nicht stattfinden, machte Christian Schwank klar.

Aus diesem Grund führte es zu einer vergleichsweise geringen Beteiligung von 54 Jugendlichen an der Online-Umfrage, die im Februar vom Planungsbüro Stadtkinder aus Dortmund durchgeführt worden war. Gleichwohl zeigte sich der Streetworker davon überzeugt, dass es auch bei einer viel größeren Beteiligung keine wesentlichen Änderungen im Ergebnis der Umfrage gegeben hätte.

Note 2,5 für Kierspe

Danach geben die Jugendlichen – für einige durchaus überraschend – Kierspe eine Gesamtnote von 2,5, während Rönsahl nur eine 4,2 erhielt. Die beiden Bereiche Kierspe-Innenstadt und Rönsahl waren bei der Umfrage unterschieden worden. Insbesondere, was die Konzentration von Treffpunkten angeht, ist Schwanke überzeugt, dass es bei einer größeren Beteiligung kaum andere Ergebnisse gegeben hätte: Das GSK-Forum, Bereiche am Rathaus und der Volme-Freizeitpark lauten die häufigsten Orte, wo die Jugendlichen chillen, Musik hören und anhängen können. In Rönsahl – allerdings nur sieben Umfrage-Teilnehmer – ist es der Schulhof der Servatiusschule.

Eindeutige Antworten gab es von den Jugendlichen auch auf die Frage, was ihnen nicht gefällt. Während in Rönsahl die schlechten Busverbindungen genannt wurden, lautete es in Kierspe: „Ab einer bestimmten Zeit werden wir immer von der Polizei oder Ordnungsamt vertrieben“.

Treffen zu verwaltungslastig

Als nächstes steht ein „zu verwaltungslastiges“ – wie es ein Ausschussmitglied nannte – Treffen am 1. September auf dem Programm, an dem Sachgebietsleiter und Kommunalpolitiker teilnehmen. „Es geht darum, Rahmendaten festzulegen“, betonte Sachgebietsleiter Oliver Knuf, um dadurch in weiteren Gesprächen mit den Jugendlichen und ebenso mit Vereinen und Einrichtungen, die Jugendarbeit betreiben, einen, auch finanziellen, Rahmen vorzugeben, was machbar ist und was nicht.

Beteiligung des Jugendparlaments

Auch das neu zu gründende Jugendparlament – „Das geht nur in Zusammenarbeit mit der Gesamtschule“, hob Christian Schwanke hervor – soll natürlich an diesem Thema beteiligt werden. Das große Ziel ist, wie Oliver Knuf meinte, „die Nutzung und das Drumherum (eines Treffpunkts für Jugendliche, wo sie sich aufhalten dürfen und sollen) mit dem Rest der Stadt in Einklang zu bringen“. Letztlich zeigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Sport und Jugend zufrieden damit, dass – mithilfe einer Förderung – etwas für Jugendliche, wie von vielen vor der letzten Kommunalwahl versprochen worden war, in Kierspe getan, in Angriff genommen werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare