Von Desinfektionsmittel bis Süßigkeiten

Mehr als eine nette Geste: Paket aus Rönsahl löst in Italien große Freude aus

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Fährt seit 62 Jahren ins italienische Lignano: Der Rönsahler Eckhard Große-Dresselhaus.

Rönsahl - Dass ein kleines Hilfspaket riesige Freude auslösen kann, erlebte jetzt der Rönsahler Eckhard Große-Dresselhaus.

„Normalerweise verbringe ich um diese Zeit meinen Urlaub im Ferienort in der Gemeinde Lignano Sabbiadoro, einem bekannten Badeort in Italien, wie in jedem Jahr, aber in diesem Jahr ist eben kaum etwas als normal zu bezeichnen, erst recht nicht im Hinblick auf den Urlaub.“ 

Und dass deshalb eben nicht sein kann, was nicht sein darf, ist unverkennbar.

Tiefes Bedauern

Ein tiefes Bedauern darüber, dass die Corona-Krise wie bei vielen anderen auch den Urlaubsplänen des 62-jährigen Eckhard Große-Dresselhaus aus Rönsahl einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hat, ist beim Gespräch mit der MZ unverkennbar. 

Denn mitten in die Urlaubsplanung platzte Mitte März die Horror-Botschaft vom Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie mit all ihren schlimmen Folgen und den daraus resultierenden Konsequenzen auch für den privaten Bereich. 

Daran also, dass auch in diesem Jahre alles nach dem bekannten Motto „Same procedure as every year...“ ablaufen würde, war nun in keiner Weise mehr zu denken.

Urlaub fällt erstmals seit 65 Jahren aus

Erstmals seit genau 62 Jahren nämlich fiel für den Rönsahler, der sich schon seit seinen Kindertagen – und damals noch mit seinen Eltern regelmäßig zur Urlaubszeit stets im selben Feriendomizil unterwegs – als eingefleischter Lignano-Fan versteht, der Italien-Urlaub aus.

In Gedanken allerdings war Große-Dresselhaus deswegen umso mehr in „seinem“ Urlaubsort unterwegs, zumal auch deshalb, weil die Nachrichten von der erschreckend hohen Zahl der Corona-Erkrankungen in Italien einfach nicht abreißen wollten.

Spontaner Entschluss

Das führte zu dem spontanen Entschluss, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und somit zumindest ein kleines Stück weit an den Hilfeleistungen zur Linderung der Corona-Krise in Italien beizutragen. 

Kurzentschlossen packte der Rönsahler ein dickes Paket mit zahlreichen Schutzmasken, Desinfektionsflüssigkeiten, Handschuhen sowie Süßigkeiten für die Kinder und auch einer Stoffmaske mit dem Logo der Gemeinde Lignano im Herzen einer italienischen Flagge und schickte alles zusammen an den Bürgermeister der italienischen Stadt. 

In dem Paket enthalten war auch ein Brief mit einer wichtigen Solidaritätsbotschaft gegenüber der Stadt, worin die tiefe Zuneigung des Rönsahlers zu seinem italienischen Urlaubsort, den er als sein zweites Zuhause bezeichnete, zum Ausdruck gebracht wurde.

Nachhaltiger Eindruck

Das alles hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei den Adressaten des Pakets und fand entsprechenden Widerhall auch in den lokalen und sogar regionalen Pressenachrichten in Lignano, die diese als einzigartig bezeichnete und durch eine besondere Verbundenheit durch gemeinsame schwierige Zeiten zum Ausdruck gebrachte Geste aus Deutschland entsprechend würdigten. 

In seinem Pressekommentar brachte Lignanos Bürgermeister Luca Fanotto die große Freude, die die Solidaritätsbotschaft gegenüber seiner Stadt dort ausgelöst hat, zum Ausdruck. „Dieses Handeln hat mich wirklich bewegt. Ich danke Herrn Eckhard Große-Dresselhaus von Herzen für diese großzügige Geste voller Bedeutung, die in unserer Gemeinde ein großes Gefühl voller Dankbarkeit hervorgerufen hat. 

Der Erfolg von Lignano als Ferienort ist im Laufe der Jahre auch den wertvollen deutschsprachigen Gästen zu verdanken. Diese Monate waren für alle besonders schwierig und die Hoffnung ist, so bald wie möglich zu einer neuen Normalität zurückzukehren. 

Ich hoffe aufrichtig, Herrn Große-Dresselhaus diesen Sommer zu treffen, um persönlich zu danken. In der Zwischenzeit erwidert die Gemeinde Lingnano diese Geste, indem sie ihm ein repräsentatives Werk des „Roten Leuchtturms von Lignano“ als Symbol für das neue Licht für die nächste Saison schickt...“

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