Von Padberg nach Röhnsal in wenigen Sekunden

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Residenzleiter Christoph Schmidt beantwortete gerne alle Fragen des Seniorenbeirates. ▪

KIERSPE ▪ „So schnell wie bei uns kommt niemand vom Padberg nach Rönsahl“, scherzte die Pflegedienstleiterin der Seniorenresidenz Kierspe, Monika Weith, am Mittwochabend. Die Mitglieder des Seniorenbeirats der Stadt Kierspe standen zu diesem Zeitpunkt im Treppenhaus der Einrichtung in der Montigny-Alee, um ihre Besichtigungstour durch das Haus fortzusetzen. Zuvor erklärte der Residenzleiter Christoph Schmidt die Namensgebungen der insgesamt drei Wohnbereiche, welche nach den Kiersper Ortsteilen Padberg, Rönsahl und Grünenbaum benannt und mit den passenden Bildern des Heimatvereins ausgestattet sind.

Zur dritten Sitzung des Jahres informierte sich der Seniorenbeirat mit 15 Mitgliedern über die Gegebenheiten des neuen Altenpflegeheims. Nachdem Christoph Schmidt und Monika Weith den Gästen eine kurze Einführung in die Gegebenheiten der Seniorenresidenz gaben, konnte sich jeder selbst ein Bild von der Einrichtung machen. Die Besichtigungstour startete im Erdgeschoss des Hauses, im Café Ebbeblick. Der helle Raum bietet einen weitläufigen Blick in die grünen Hügel des Ebbe und wird in Zukunft auch für Veranstaltungen wie beispielsweise einem Operettennachmittag genutzt.

„Wir haben den Wunsch so öffentlich wie möglich zu sein, deswegen ist das Cafe auch für alle Kiersper geöffnet“, erklärte Schmidt. Das Restaurant, welches an das Café angrenzt, ist bewusst modern gehalten und soll den Bewohnern den Charakter eines Hotels vermitteln. Nach der Besichtigung der gastronomischen Räumlichkeiten, besichtigte die Gruppe die Pflegestation Padberg im Obergeschoss des Gebäudes. Besonders interessiert zeigten sich die Teilnehmer an der Einrichtung der Zimmer. Weith erklärte in diesem Zusammenhang: „Alle Zimmer können bei uns selbst eingerichtet werden, nur das Pflegebett ist ein fester Bestandteil der Einrichtung.“

Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen außerdem die Doppelzimmer des Hauses, die neben einem geräumigen Bad mit zwei Waschbecken auch genug Wohnraum für zwei Personen bieten. Schade fanden einige Teilnehmer die Tatsache, dass die Gemeinschaftsräume bislang kaum genutzt werden. Monika Weith erklärte aber, dass sich dies mit steigenden Belegungszahlen aber auch ändern würde.

Besonders positiv bewerteten die Teilnehmer den Demenzbereich im Untergeschoss. Die Etage ist extra auf die Bedürfnisse Demenzkranker ausgerichtet ohne die Freiräume der Bewohner zu sehr einzuschränken. Im Fokus der Aufmerksamkeit stand in diesem Bereich der sogenannte Snoezelraum, der den Erkrankten mit Lichtspielen, Musik und einem Vibrationsbett zur Entspannung verhelfen soll. Die Mitglieder des Seniorenbeirats begeisterten sich aber vor allem über den kleinen Garten, der für die Bewohner Tag und Nacht zugänglich und durch einen Zaun gesichert ist.

Nach der Führung durch die Residenz gab es noch Raum für Fragen an den Leiter Christoph Schmidt. Helga Stahl, Vorsitzende des Seniorenbeirats erkundigte sich nach den Bedingungen, die an eine Kurzzeitpflege gestellt sind. Schmidt erklärte in diesem Zusammenhang, dass auch jüngere Patienten, beispielsweise nach einem schweren Unfall gepflegt werden könnten. Dabei sei es möglich eine kurzzeitige Pflegestufe zu beantragen.

Nachdem alle Fragen geklärt waren, ging es weiter zum zweiten Tagesordnungspunkt der Sitzung. Stahl berichtete, dass nun die Notfallkarten, die in Kooperation mit der Sparkasse entstanden sind, bei Ärzten und Apotheken zur freien Mitnahme in Kierspe ausliegen. Die kleinen Karten geben in einer Notsituation schnelle Auskunft über die Gesundheitsdaten eines Verunglückten und können somit im Ernstfall Leben retten.

Bernadett Jung

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