Trotz kalten Wetters: Gut besuchte Osterfeuer

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Einige Kinder kamen aus Baden-Württemberg, andere aus Hamburg oder Siegen, um ihre Großeltern in Linden zu besuchen und bei der Gelegenheit beim Fackelzug mitzuwandern. –

KIERSPE – Einladend war das Wetter am Ostersamstag wirklich nicht. Ein eiskalter Wind pfiff aus Richtung Osten und das merkten auch die beiden größten Organisatoren der Kiersper Osterfeuer, Grün-Weiß Linden und die Kleingärtner an der Thingslindestraße. In weiser Voraussicht hatten die fleißigen Helfer von Grün-Weiß Linden reichlich Holz gesammelt, damit ihre Gäste nicht zu frieren brauchten. Von Gertrud Goldbach

Schon zum Kinderfackelzug fanden sich gut 20 Mädchen und Jungen ein, die vom Vereinsheim in Linden zum Osterfeuer zogen. Erstaunlich war, dass ein großer Teil der Kinder gar nicht aus Kierspe kam, sondern aus Baden-Württemberg, Hamburg oder Siegen. Anna lebt in Herbrechtingen bei Ulm, in Kierspe besuchte sie über Ostern ihre Großeltern und ihren Vater. Mia wohnt in Hamburg, auch sie war während der Ostertage bei ihren Großeltern zu Besuch, denn ihr Vater kommt aus Linden.

Um 19 Uhr sollte die kleine Gruppe loswandern, doch Eckhard Jäger war es noch nicht dunkel genug. So warteten alle noch eine knappe halbe Stunde, dann bewegte sich der kleine Zug vom Vereinsheim Richtung Wiese, auf der ein riesengroßer Berg mit Ästen, Zweigen und kleinen Stämmen zu einem Osterfeuer aufgeschichtet war.

„Die Zweige für das Osterfeuer sind alle aus den lokalen Wäldern und ohne chemische Zusätze“, berichtete Eckhard Jäger augenzwinkernd. Und so konnten die Kinder unbesorgt das große Osterfeuer mit ihren kleinen Fackeln anzünden. Es dauerte schon ein wenig, bis das Holz richtig Feuer gefangen hatte. Doch dann wurde es auf der ungeschützten Wiese fast gemütlich, so schön wärmte das Feuer.

Glühwein und heiße Würstchen

Kalt war auch der Dorfgemeinschaft Bollwerk, die sich in diesem Jahr wieder zu einem Osterfeuer getroffen hatte. Hier brauchte das Reisig noch etwas länger, um in Brand zu geraten. Die Dorfgemeinschaft hatte auch in diesem Jahr wieder alte Tannenbäume von der Feuerwehr bei der Baumsammlung zusammentragen und auf der Freifläche an der Volme ablegen lassen. Ein beachtlicher Berg an Tannen, aber auch an alten Holzpaletten hatte sich gefunden, der nun darauf wartete, abgebrannt zu werden.

Eine niedergedrückte Stimmung herrschte in Bollwerk trotz der Kälte nicht. Mit Glühwein und heißen Würstchen trotzte die Dorfgemeinschaft dem ungemütlichen Wetter.

Die Kleingärtner begrüßten ebenfalls viele Besucher in ihrer Anlage. Auch hier wärmte Glühwein die Gäste, doch auch das Feuer gab eine schöne Wärme ab. Kleine Kinder warfen mit Schnee auf die Glut und wollten so versuchen, das Feuer zum Erlöschen zu bringen, was ihnen erwartungsgemäß nicht gelang. Die Erwachsenen drängten sich dicht um das Feuer, um gewärmt zu werden und wurde es an der Rückseite zu kalt, so wendeten sie sich einfach um und hatten sogleich neue Gesprächspartner.

Lange war das Osterfeuer von Grün-Weiß Linden noch in der dunklen Nacht zu sehen. Hier stand weit und breit kein Baum, dem das Feuer gefährlich werden konnte und so verlief alles nach Plan. Während das Osterfeuer im vergangenen Jahr heftig verregnet war und es 2011 in einen gefühlten Sommer fiel, war der Absatz an Glühwein diesmal der Jahreszeit angepasst.

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