Osterfeuer brennen bei der Trockenheit wie Zunder

Innerhalb kürzester Zeit standen die aufgeschichteten Holzhaufen, wie hier an der Thingslindestraße in Flammen.

Manche Feuer wegen anhaltender Waldbrandgefahr nicht angesteckt

KIERSPE ▪Osterfeuer waren in diesem Jahr keine lange Angelegenheit, kaum waren sie angesteckt, so waren sie abgebrannt. Durch die anhaltende Trockenheit in den vergangenen Wochen brannten die Holzhaufen wie Zunder.

Die Dorfgemeinschaft Bollwerk hatte auch in diesem Jahr wieder ihre alten Tannenbäume von der Feuerwehr bei der Tannenbaumsammlung zusammen tragen und auf der Freifläche an der Volme ablegen lassen. Hier hatte sich ein beachtlicher Berg an Tannen aber auch an alten Holzpaletten gefunden, der nun darauf wartete, angezündet zu werden. An drei Stellen wurde das Osterfeuer angesteckt und kaum war dies geschehen, brannte es auch schon lichterloh.

Ähnlich war es bei den Kleingärtnern in der Thingslindestraße. Kaum angezündet, stand es in hellen und hohen Flammen. Wer etwas näher an dem Feuer stand, der suchte alsbald das Weite, denn die Hitze wurde enorm. In weiser Voraussicht hatten die Kleingärtner aber auch angeschlossene Wasserschläuche bereit liegen, um dem Feuer seine Grenzen zu zeigen.

Gar nicht erst angezündet hatte ihr Osterfeuer die Familie Loskand auf Gut Bremecke, ihnen war der Wald zu nah. Auch die Feuerwehr, die zusammen mit den Loskands zum Osterfeuer einlädt, hatte davon abgeraten. So standen vor der „Jausenstation“ schwedische Feuer, die einen kleinen Ersatz bieten sollten. Verständnis zeigten die Besucher für die Entscheidung. Mit einem Brand im nah gelegenen Wald wäre niemanden geholfen.

Die gleiche Entscheidung wie auf Gut Bremecke war beim ASV gefallen. Hier war der Wald noch näher am aufgeschichteten Holz. „Wir machen stattdessen eine Sonnenwendfeier, die nach dem 21. Juni sein wird“, beschlossen die Schützen kurzerhand. Zusammen gesessen und gefeiert haben sie dennoch. Auf einem Grill brutzelte Würstchen und Steaks und die Gäste saßen im Innenhof des Schützenheims an langen Bänken oder standen an Stehtischen. Wem es zu kalt wurde, der wärme sich am kleinen „Osterfeuer“.

Lange war das Osterfeuer von Linden noch in der Nacht zu sehen. Hier stand weit und breit kein Baum, dem das Feuer gefährlich werden konnte und so verlief alles nach Plan. Während es schon Osterfeuer mit Glühwein und Schnee gegeben hatte, fiel es dieses Mal in einen gefühlten Sommer. Vielfach beschlich einen das Gefühl, dass eine Grillwurst länger brauchte, um braun zu werden, als das Osterfeuer, um abzubrennen. ▪ GeG

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