Wieder Silber für Rönsahl

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Für die Mitglieder der Bewertungskommission war die Weiterentwicklung in Rönsahl erkennbar – zum zweiten Mal erhält der Ort die Silbermedaille des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Landesebene.

Rönsahl - „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, freute sich Holger Scheel, Ortsbürgermeister von Rönsahl, nach der Siegerehrung zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Dabei erhielt „sein“ Dorf am Sonntag die Silber-Medaille.

Somit konnte der Platz verteidigt werden: Rönsahl war nach vier Bronzemedaillen schon beim zurückliegenden Wettbewerb mit Silber ausgezeichnet worden.

Am Sonntag hatte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf die fünf Gewinner des Landeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ 2018 ausgezeichnet. Jeweils eine Gold-Medaille erhielten Himmighausen (Stadt Nieheim, Kreis Höxter), Louisendorf (Gemeinde Bedburg-Hau, Kreis Kleve), Lückert (Stadt Hennef, Rhein-Sieg Kreis), Schaephuysen (Gemeinde Rheurdt, Kreis Kleve) und Sögtrop (Stadt Schmallenberg, Hochsauerlandkreis).

„Mich beeindruckt sehr, wie sich die teilnehmenden Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner für ihre Heimat engagieren. Sie zeigen: Unsere ländlichen Räume sind vielfältig, lebenswert und zukunftsfähig. Nur durch Einsatz aktiver Dorfgemeinschaften kann das auch so bleiben“, gratulierte Ministerin Heinen-Esser bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des 26. Landeswettbewerbs.

Rönsahl gehörte zu den 44 Dörfern – jeweils die Hälfte aus Westfalen-Lippe sowie aus dem Rheinland – , die den Sprung zum Landeswettbewerb geschafft hatten. „Dafür hat unser Dorf aber auch viel auf die Beine gestellt“, erinnerte Scheel an das große Engagement, das notwendig war, um in Nordrhein-Westfalen wieder die Silber-Medaille zu erhalten – 24 weitere Dörfer wurden ebenfalls mit Silber ausgezeichnet.

Neben den Ideen und der aktiven Beteiligung an den Planungen eines Mehrgenerationenplatzes und des Dorfinnenentwicklungskonzepts freute sich Holger Scheel über die emotional beeindruckende Präsentation mit Sprechchören der Mädchen und Jungen des Kindergartens zur Begrüßung der Landeskommission, die am 4. Juli nach Rönsahl gekommen war.

Deren Urteil führte auch dazu, dass von der Ministerin 14 Bronze-Medaillen vergeben werden konnten – womit Nordrhein-Westfalen zum wiederholten Mal an der bundesweiten Spitze liegen würde. Die fünf Golddörfer dürfen nun Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten.

Im Rahmen einer spontanen, kleinen Feier sprachen die Mitglieder aus Vereinswelt und Dorfgemeinschaft am Sonntag über das weitere Vorgehen in Sachen Dorf-Wettbewerb.

Das bedeutet für Holger Scheel und Karl-Friedrich Marcus, Rönsahls Organisationsleiter für den Dorf-Wettbewerb, sowie die anderen Mitstreiter, dass sie bis Ende des kommenden Jahres Zeit haben, darüber zu entscheiden, ob sie im Jahr 2020 erneut im Märkischen Kreis antreten.

„Das steht noch nicht fest“, erklärt der Ortsbürgermeister im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung. Wenn genug Punkte für eine Weiterentwicklung von Rönsahl gefunden werden, dann würde das Dorf auf Kreisebene wieder antreten. „Wir brauchen aber nicht das Gleiche wie in diesem Jahr zu präsentieren“, betont Scheel. Schon der Sprung vom Bronze- auf den Silberrang habe „erhebliche Anstrengungen“ erfordert.

Natürlich würde man auch gerne Gold auf Landesebene gewinnen. Doch dafür müsste noch mehr getan werden, beispielsweise für die Sicherung des Einzelhandels oder auch für einen Treffpunkt der Dorfgemeinschaft. Ursula Heinen-Esser: „Der Wettbewerb ist nun fast 60 Jahre alt und ein fester Bestandteil unserer Landeskultur geworden. Er unterstreicht, wie facettenreich unsere ländlichen Räume sind.“

Am 10. sowie 24. November findet die offizielle Abschlussveranstaltung in Salzkotten und in Heinsberg-Oberbruch statt. Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser wird dann alle Medaillen, Urkunden und Preisgelder überreichen.

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