Erste Woche Wechselunterricht in GSK

Organisation ist das „A“ und „O“

Schule - Corona - Erlass - Lehrer
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Hinter der Gesamtschule liegt inzwischen eine Woche Wechselunterricht. Über die Regelungen wurde in einem Elternbrief informiert.

Die erste Woche Wechselunterricht liegt hinter Johannes Heintges, Leiter der Gesamtschule, seinem Stellvertreter Stefan Müller und ihren Kolleginnen und Kollegen. Vorausgegangen waren aber nicht nur der Digitalunterricht sowie diverse Abiturklausuren, sondern ebenso ein Riesenwust an organisatorischen Aufgaben, die zu leisten waren.

Kierspe - Wie groß dieser organisatorische Aufwand, an dem die Corona-Pandemie die Schuld trägt, ist, zeigt sich schon an dem Elternbrief, in dem detailliert über zehn Seiten die verschiedenen Regelungen aufgezeigt werden. Neben der Freude darüber, die Schüler „in echt“ zu sehen und zu erleben, gibt es zu Beginn des Elternbriefs aber auch einen kleinen warnenden Hinweis: Maßgeblich für den Präsenzunterricht im Wechsel ist der Inzidenzwert des gesamten Märkischen Kreises, nicht aber der der Gemeinde – dieser lag (zum Zeitpunkt des Verfassens des Briefs) in den drei Kommunen des Einzugsgebiets der GSK über dem Grenzwert von 165 (Kierspe 205, Meinerzhagen 172, Halver 193).

Es sei eine instabile Situation, meint Heintges, der gleichzeitig darauf hinweist, dass man bei einem Inzidenzwert von mehr als 165 an drei Tagen in Folge wieder zum Distanzunterricht zurückkehren müsse. Wenn der Wert aber im Kreisgebiet dauerhaft unter 100 bleibt, könne man zum normalen Präsenzunterricht zurückkehren. Neben den bekannten Gruppeneinteilungen der Klassen für den Wechselunterricht und wer wann kommt, gibt es auch weitergehende Hinweise: Ein Ganztagsbetrieb einschließlich Mensaverpflegung bleibt weiterhin untersagt. Nach dem 45-Minuten-Zeitraster endet der Unterricht in der Sekundarstufe 1 um 13.20 Uhr, in der Oberstufe eine Stunde später.

Ausnahmen für Fahrschüler

Sofern dazu Busverbindungen nicht passen und Schüler unverhältnismäßig lange auf ihren Bus warten sollten, kann für sie der Unterricht enden. So könnten Kontakte durch unnötigen Schulaufenthalt reduziert werden. Gleiches gelte für den Unterrichtsanfang: Schüler dürften später zum Unterricht kommen, um passende Busverbindungen zu nutzen. Dabei sei allerdings darauf zu achten, dass die Kinder sich noch in der ersten Stunde testen können. Vom 26. bis 28. Mai gibt es eine Notbetreuung für die Jahrgänge fünf und sechs, jedoch nur nach Anmeldung, Tel. 0 23 59/66 12 07. Das Angebot der erweiterten Betreuung für die anderen Jahrgänge („Study Hall“) entfällt.

Die Ein- und Ausgänge sind für die Schüler ebenfalls geregelt: Für den fünften und sechsten Jahrgang ist es der Haupteingang mit Pausenhalle, für den siebten und achten die Ein- und Ausgänge am C-Turm, für den neunten die des D-Turms sowie für die zehnten, elften und zwölften der Mensaeingang. Im Übrigen sollen die Toiletten nur während des Unterrichts und in den Pausen nur im Notfall aufgesucht werden. Sitzgelegenheiten in Gängen und Hallen der Schule sind gesperrt. Aufhalten können sich die Kinder und Jugendlichen im Mensabereich.

Alleine an einem Tisch

Dort sitzen Schüler, die ihr eigenes Essen mitbringen sollten, grundsätzlich einzeln an einem Tisch, in Stoßzeiten könne am anderen Ende ein zweiter Platz nehmen. Bei trockenem Wetter wird stehend oder sitzende auf dem Schulgelände gegessen, jeweils einzeln. Bei Regen müsse in den Pausen – dafür gibt es einen Zeitplan – ebenfalls der Mindestabstand von 2 Metern gewahrt werden. Natürlich gilt ebenso: Handdesinfektion, Maske tragen und intensives Lüften.

Dennoch sollten wir uns bei allen Erfolgen den Blick nicht trüben lassen.

Johannes Heintges, Schulleiter

Da im Unterricht nach wie vor mit den Plattformen Office Education beziehungsweise Teams gearbeitet wird, sollten die Kindern und Jugendlichen ihr aufgeladenes Tablet oder anderes digitales Endgerät sowie Kopfhörer/Ohrstecker mitbringen. Teilweise könne nun auch wieder differenzierter sowie auch bedingt Förderunterricht durchgeführt werden. Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht ist ein negativer Selbsttest, eine Vorgabe des Schulministeriums, oder einer aus einem Testzentrum. Dadurch werden aber andere Maßnahmen wie die Maskenpflicht nicht überflüssig.

Ausnahmezustand seit 1,5 Jahren

Es folgen Informationen zum Thema Leistungsbeurteilungen und Gedanken sowie erste Lösungsansätze für den Bereich „Ausgleich von Lern- und Kompetenzrückständen“. Gleichzeitig macht Schulleiter Johannes Heintges aber auch unmissverständlich deutlich: „Dennoch sollten wir uns bei allen Erfolgen den Blick nicht trüben lassen: Die langen Phasen des Distanzunterrichts sowie die veränderten Bedingungen des Präsenzunterrichts haben enorme Konsequenzen für den Unterricht und das Lernen aller Schüler/innen; in vielen Fächern dürften die regulären Lernziele allein schon aufgrund der äußeren Bedingungen des Unterrichts nicht erreicht werden können. Zumal der Ausnahmezustand am Ende des Schuljahres bereits 1,5 Jahre andauern wird.“

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