DJ rockt die Seniorenresidenz

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DJ Markus Saxert aus Hückeswagen begeisterte mit seinem Sound im Hof der Seniorenresidenz an der Montigny-Allee.

Kierspe - Es dauerte nicht lange, da gab es schon die ersten Facebook-Posts, was denn bitteschön gerade für eine Fete am Haunerbusch abginge. Mit der Antwort hätten wohl die wenigsten Mitglieder der heimischen Socialmedia-Gruppen gerechnet: Party in der Seniorenresidenz an der Montigny-Allee. Open Air!

„Ausgeheckt“ hat dieses Event Markus Saxert. Der Hückeswagener Diskjockey hatte immer mal wieder Auftritte in Seniorenheimen, nun aber aufgrund der Corona-Krise beschlossen, dies ehrenamtlich anzubieten. Der erste Rundruf brachte eine enorme Resonanz und glückliche und begeisterte Rentner. Das sonnige Wetter hilft natürlich, da der DJ vorläufig nur im Freien aufreten kann, während das Publikum in den Fenstern steht.

Das war auch im Kiersper Seniorenheim nicht anders, wobei diesmal schon eine Reihe Bewohner in den Garten kamen. Für den Moderator mit 25 Jahren Erfahrung ist es ein schönes Gefühl, den Menschen mal nicht ganz so fern zu sein, wie es die derzeitige Krise zumeist erfordert. Obgleich strenge Sicherheitsauflagen auch hier beachtet werden mussten.

Hinsichtlich seines Repertoires hat Markus Saxert dazugelernt. Wer bei Stücken wie „Highway to hell“ von AC/DC zweifelte, ob dies Zielgruppengerecht sei, wurde eines Besseren belehrt. Diesen sehr rockigen Titel hatte sich ein Bewohner ausdrücklich gewünscht. Sehr zur Begeisterung der übrigen Mitfeiernden, darunter sogar eine Hundertjährige! Auch „Viva Colonia“ funktionierte als Stimmungsturbo.

Beide Lieder hatte der DJ griffbereit, aber die Platte der australischen Hardrocker hätte er von sich aus wohl nicht angeboten. Darüber hinaus kamen selbstverständlich zahlreiche Schlager-Klassiker zum Zug. Auch die Belegschaft der Seniorenresidenz hatte ihre Freude. Definitiv eine willkommene Abwechslung, da die derzeitige Pandemie bei älteren Menschen für besondere Einschränkungen sorgt.

Der Kontakt zum Hückeswagener Diskjockey hatte sich eher zufällig über Umwege ergeben, erzählt Leiterin Birgit Hoffmann-Ruba: „Eine Kollegin vom Sozialen Dienst wurde von einem Angehörigen eines früheren Bewohners angesprochen. Wir waren sofort begeistert von der Idee“. Für den DJ und Moderator sind diese Auftritte eine Herzensangelegenheit: „Mit meiner Musik möchte ich den Bewohnern und natürlich auch der Belegschaft eine glückliche Abwechslung vom derzeit leider eingeschränkten Alltag bieten.“

Für ihn der größte Lohn: „Die Freude und Dankbarkeit, die ich durch meine Auftritte gespiegelt bekomme, sind unbeschreiblich schön“. Für ihn war die anderthalbstündige Party bereits die zweite an diesem Tag. Zuvor hatte er bereits in einem Pflegeheim in Gummersbach aufgelegt. Markus Saxert geht davon aus, dass in der nächsten Zeit wohl noch zahlreiche ehrenamtliche Engagements dieser Art dazukommen werden.

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