Olliver Pfeiffer fängt kapitalen Barsch

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Einen ungewöhnlich großen Barsch zog Olliver Pfeiffer aus der Lingesetalsperre.

KIERSPE ▪ Ihre kleine Zeltstadt war schon aufgebaut, als die 18 Mädchen und Jungen sowie neun Erwachsene am Ufer der Lingesetalsperre standen und versuchten, Fische für den Grillabend zu fangen. Aber das war gar nicht so einfach. Im Wasser war der jagende Hecht zwar gut zu erkennen, doch anbeißen wollte er nicht.

Einmal im Jahr lädt der Sportfischerverein Obere Volme zum Jugendangeln an die Lingesetalsperre ein. Während der Verein die Einladung normalerweise nur für sein Einzugsgebiet ausspricht, haben sich dem diesjährigen Jugendangeln die Vereine Petri Heil aus Lüdenscheid und Saubere Volme aus Schalksmühle angeschlossen. Diese Aktion ist nur eine von mehreren innerhalb einer jetzt verstärkten Kooperation.

Einige der Jugendlichen hatten schon Erfahrungen im Angeln, doch waren durchaus auch Neueinsteiger darunter: Mia und Nadine aus Rönsahl waren schon zum vierten Mal dabei, während Marvin sich erstmalig im Angeln versuchte. Die Veranstaltung begann am Samstag um 15 Uhr mit dem Aufbauen der Zelte auf dem Campingplatz an der Lingesetalsperre.

Direkt an ihrem Schlafplatz hatten die Angler sich dann auch am Ufer der Talsperre verteilt, um dort ihr Anglerglück zu versuchen. Doch die Fische ließen sich zunächst Zeit mit dem Anbeißen. „Hier wimmelt es nur so von Hechten“, erklärte Andreas Kleinke vom Sportfischerverein Obere Volme. „Die ganz kleinen Fische springen auf der Flucht aus dem Wasser und es sieht aus, als würden sie fliegen.“ Dabei hatten sich die jungen wie die erfahrenen Angler gut auf dieses Wochenende vorbereitet. In Vanillin gekochter Mais stand bereit, um die Fische damit anzulocken. Ferner lagen eine große Auswahl an Angelhaken gut sortiert in einem Kästchen, unterschiedliche Ruten waren dabei, Gummistiefel, um keine nassen Füße zu bekommen, und auch kleine Hocker, um die lange Wartezeit auf ihnen zu verbringen.

Gut zwei Stunden sollte es dauern, bis der erste Hecht anbiss. 70 Zentimeter war er groß. Gefangen hatte ihn Otto Kleinke. Besonderes Anglerglück hatte Olliver Pfeiffer: Er fing einen kapitalen Barsch. „Die Größe des Barsches ist ein Zeichen dafür, dass sie hier sehr gut wachsen und ausreichende Nahrungsquellen haben“, erklärte Kleinke.

Mit dem Grillen am Abend war der Anglertag jedoch noch nicht beendet. Nach Einbruch der Dunkelheit stand das Nachtangeln auf dem Plan. Mit Knicklichtern ausgestattet ruhten dann die Schwimmer auf der glatten Wasseroberfläche. Wenn das kleine Licht unter der Oberfläche verschwand, schlug der Angler mit Gefühl an, um den Haken im Fischmaul zu fixieren. ▪ GeG

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