Oliver Knuf ist der neue Ordnungsamtsleiter in Kierspe

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Oliver Knuf ist neuer Leiter der Sachgebiete Ordnung, Umwelt, Soziales und Familie.

Kierspe - Oliver Knuf ist neuer Sachgebietsleiter im Bereich Ordnung, Umwelt, Soziales und Familie im Kiersper Rathaus. Die MZ stellt den 44-Jährigen vor.

Kein Wort der Kritik aus den heimischen Parteien war nach der Besetzung des Postens des neuen Sachgebietsleiters Ordnung, Umwelt, Soziales und Familie mit Oliver Knuf zu hören. Das ist erstaunlich, ist Knuf doch schon lange in der UWG aktiv und saß bis 2014 sogar fünf Jahre für die Wählergemeinschaft im Rat. 

Doch auch die Angehörigen der anderen Parteien haben ihn in dieser Zeit immer als „fairen und um die Sache bemühten“ Politiker erlebt. Für andere Kiersper ist er der Feuerwehr-Kollege, der bei kaum einem Einsatz seines Zuges fehlt, oder eben der engagierte Helfer, der seit Jahren bei den Ferienspielen als Betreuer aktiv ist. 

Nach Jahren der Selbstständigkeit im Bereich der Finanzdienstleistungen ist er nun zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. „Die Selbstständigkeit bestimmte mein ganzes Leben – Freizeit und Freundschaften kamen zu kurz. Da musste sich etwas ändern“, erzählt er. Und die Änderung kam mit der Ausschreibung der Stelle. „Diese Aufgabe hat mich gereizt, gerade in dieser Kombination mit Ordnung und Sozialem“, sagt Knuf.

Ob er sich den Wunsch nach mehr Freizeit erfüllen kann, muss sich noch zeigen, denn in den vergangenen Wochen war er zu Zeiten im Rathaus erreichbar, an denen üblicherweise dort niemand mehr ans Telefon geht. Zum Verwaltungsfachangestellten wurde Knuf in der Zeit zwischen 1987 und 1990 bei der Stadt Kierspe ausgebildet. Danach folgten diverse Qualifizierungen und ein nebenberufliches Studium, das er als Betriebswirt (VWA) abschloss. Das Engagement wurde belohnt, zuerst, indem man ihm die Leitung der Stadtkasse übertrug (1993 bis 2000) und danach wurde er Betriebsleiter mit Prokura bei den Stadtwerken (2000 bis 2002). 

„Aus persönlichen Gründen habe ich mich dann entschieden, etwas anderes außerhalb der Verwaltung zu machen“, sagt er heute. Obwohl die folgende Selbstständigkeit ihn stark gefordert habe, sei er der Stadt und ihren Anliegen stets verbunden geblieben – unter anderem eben als Ratsherr. Bei seiner Bewerbung um die Stelle als Sachgebietsleiter setzte er sich gegen fünf Mitbewerber durch – und gerade einmal zwei Monate nach seinem Dienstantritt gibt es schon viel Lob von seinem direkten Vorgesetzten Olaf Stelse: „Mit seiner ruhigen besonnen Art, seinem schnellen Einarbeiten in neue Themen und auch bei Diskussionen mit etwas schwierigeren Menschen hat er schon gezeigt, dass er in der Position richtig ist. Da kommt ihm sicher auch gerade seine vorherige berufliche Tätigkeit zugute.“ 

An Arbeit wird es dem 44-Jährigen sicher nicht fehlen, am vordringlichsten sieht er die Flüchtlingsarbeit, die Zusammenführung der beiden Innenstadt-Löschzüge und den Neubau des Gerätehauses. „Jedenfalls soweit es die Stadt betrifft.“ Allein muss er sich diesen Aufgaben nicht stellen. Insgesamt stehen ihm in den beiden Sachgebieten 14 Mitarbeiter zur Seite – „und noch einige Honorarkräfte.“ 

Als vor einigen Jahren Axel Boshamer die Verwaltung verließ und Rita Kattwinkel in den Ruhestand ging, hatte die Verwaltung die beiden Sachgebiete zusammengelegt. Damals hieß es noch, man wolle erst einmal Erfahrungen sammeln und danach entscheiden, ob das auch so bleiben soll.

 Daran gibt es nach den Worten von Stelse nun keinen Zweifel mehr, da sich die Zusammenlegung bewährt habe und in vielen anderen Kommunen auch so gehandhabt werde. Aber auch Knuf ist damit sehr zufrieden: „Gerade diese Kombination ist es, die mich reizt. Auf eine andere Stelle hätte ich mich nie beworben.“ Die Stelle hat Knuf bereits am 1. Januar angetreten, allerdings erst einmal stundenreduziert, um seine Selbstständigkeit geordnet „abzuwickeln“. Mittlerweile steht er dem Rathaus mit allen vertraglich vereinbarten – und sicher ein paar zusätzlichen – Stunden zur Verfügung.

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