Oldtimerfahrt: Funkelnde Träume auf vier Rädern

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Funkelnde Träume auf vier Rädern gab es am Samstagmorgen reichlich auf dem Platz des Autohauses Knabe zu bewundern. ▪

KIERSPE ▪ Fachkundiger Austausch wurde am Samstagmorgen auf dem Hof des Autohauses Knabe groß geschrieben. Und das nicht nur unter Fahrern und Beifahrern der dritten Oldtimerausfahrt des Kiersper Rallye-Clubs, sondern auch unter den zahlreich erschienenen Besuchern. Die Old- und Youngtimer, die dort beim „Frühlingserwachen im Sauerland“ in der Morgensonne funkelten, ließen die Herzen mancher Motorsportfreunde höher schlagen. Eine ganze Bandbreite deutscher, englischer, französischer, italienischer und amerikanischer Fahrzeuge der Baujahre 1930 bis 1991 zogen bewundernde Blicke auf sich.

Eines davon zweifellos der schwarz-weiße Mercedes Benz 170 S Cabrio A, Baujahr 1951, von Hans-Otto Oberschelp aus Solingen. „Nur 830 Exemplare sind von diesem Modell zwischen 1949 und 1951 produziert worden“, verriet der stolze Besitzer, der das Fahrzeug aus dem Nachlass seines mit 102 Jahren verstorbenen Düsseldorfer Eigentümers erstanden hatte.

Trotz eines Unfalls im vergangenen Jahr, wollten Jochen und Petra Jung aus Neunkirchen mit ihrem knallroten Mercedes SL 190, Baujahr 1959, auch diesmal wieder die schöne Landschaft und die gute Atmosphäre genießen. Ganz stilecht mit Lederkappe fuhr Tom Rüggeberg in seinem cremefarbenen Porsche 356 Speedster, Baujahr 1957, vor. Erst vor einem Jahr hatte der Marienheider, das Modell, in dem einst Filmstar James Dean verunglückte, in Italien gekauft.

„Wenn man einen Vogel hat, sollte man ihn auch mit anderen teilen“, schmunzelte Rüggeberg augenzwinkernd über seine Motivation zur Oldtimer-Ausfahrt befragt.

Knapp 60 Teilnehmer und ihre Copiloten aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz begrüßte Fahrtleiter Wolfgang Grosalski nach dem gemeinsamen Frühstück. „Wir führen heute keine motorsportliche Veranstaltung durch, sondern möchten Ihnen die Gelegenheit geben, ohne Zeitdruck die schöne Landschaft zu genießen und dabei Ihren Oldtimer zu präsentieren“, erklärte er. Mehrere Wochen lang hatte der Fahrleiter akribisch Streckenführung und Orientierungsaufgaben vorbereitet, die es unterwegs zu bewältigen galt. Beim Briefing erhielt jeder Teilnehmer eine Mappe mit Straßenkarten und Fotos von „Objekten“, die es am Straßenrand zu entdecken galt. Von Kierspe aus führte die 80 Kilometer lange Strecke zunächst über Halver und Radevormwald Richtung Wipperfürth. Auf dem dortigen Marktplatz war eine Pause vorgesehen, bevor es über Marienheide zum Zielort Rönsahl ging. „An der Historischen Brennerei finden Siegerehrung und Pokalübergabe statt. Bei einem Schnitt von zwanzig Kilometern pro Stunde rechnen wir mit einer Fahrzeit von vier Stunden plus einer Stunde Toleranz“, erklärte der KRC-Vorsitzende Ulrich Tweer. Er verwies darauf, dass auf der gesamten Strecke 33 Kontrollposten für einen regelkonformen Ablauf sorgten.

Als Moderator Lothar Kasper um 10:01 Uhr zum Start rief, ertönte überall auf dem Platz der satte Klang von Sechs- und Achtzylindermotoren. Im Minutentakt fuhren die Veteranen vor, um sich ihre Starterlaubnis unterzeichnen zu lassen. Viele Beifahrer studierten bereits konzentriert die Karten mit den Pfeilskizzen. Unter den bewundernden Blicken der Zuschauer, gab Kasper kurze Informationen über jedes Fahrzeug, bevor er die Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein mit guten Wünschen auf die landschaftlich reizvolle Strecke schickte. ▪ Martina Haski

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