Reservezug des KSV 1899 gibt es ein halbes Jahrhundert

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Das neueste Gruppenfoto des Reservezugs der Kiersper Schützenvereins, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, stammt aus dem vergangenen Jahr.

Kierspe - Mit 13 Mitgliedern gründete sich 1968 der Reservezug im Kiersper Schützenverein 1899 (KSV). Am 6. Oktober feiert er mit vielen Mitgliedern und Freunden sein 50-jähriges Bestehen in der Jahnhalle. Von den 13 Gründungsmitgliedern leben noch zwei, Werner Becking und Rüdiger Busch.

Ursprünglich sollten sich die Mitglieder des Reservezugs nur aus gedienten Angehörigen der Bundeswehr zusammensetzen. Doch schon bald öffnete sich der Zug auch anderen Mitgliedern anderer Institutionen, wie Bundesgrenzschutz, Polizei, Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk.

Auch über die Grenzen der deutschen Staatsangehörigkeit hinaus fanden Reservisten der ALPINI-Soldaten des italienischen Heeres und eines Schottischen Regiments der Royal Army den Weg in den Reservezug. Schnell wuchs die Zugstärke auf fast 40 Reservisten an, heute sind es es 53 Mitglieder. Bis 1985 hatte der Reservezug keine Zugführung, es wurde lediglich zu jeder Versammlung ein Versammlungsleiter gewählt.

Nach der Umstrukturierung der Zugführung wurde Werner Becking erstmals Zugführer. Er blieb im Amt bis 1991, dann wurde er bis 1999 von Horst Wenzel abgelöst. Ihm folgte Jörg Makowski bis 2004 und seither ist es Mike Reiners. Meilenstein in der Entwicklung des Zugs war 1974 die Übernahme der aus dem Jahr 1867 stammenden Traditionsfahne des Kiersper Landwehrvereins.

Seit einem Freundschaftstreffen mit dem Zug Birkeshöh aus Meinerzhagen ist der Meinerzhagener Thomas Wever amtierender Krähenkönig.

Auch viele Könige des KSV kamen aus dem Reservezug. So waren dies von 1975 bis 1977 Egon Meier, 1977 bis 1979 Werner Becking, 1985 bis 1987 Ernst Broegelmann, 1991 bis 1993 Frank Schmidt, 1995 bis 1997 Irnfried Schneider, 2001 bis 2003 Thomas Haase, 2005 bis 2007 Jörg Makowski, 2015 bis 2017 Uwe Fuchs und derzeit ist es Ralf Gieselberg. Von 2007 bis 2009 war Frank Schmidt auch Kaiser im KSV und als Prinz stellte der Reservezug von 2007 bis 2009 Kai Kleinfeld.

Reiselustig ist der Reservezug schon lange: 1976 fuhr er zum ersten Mal zur Steubenparade nach New York, 1982 waren sie zum zweiten Mal dort. 1987 besuchten sie das Wehrkundemuseum in Koblenz, 2017 ging es nach Nörvenich zum Taktischen Luftwaffengeschwader 31. Ebenso fuhren sie ins Panzermuseum Koblenz und in diesem Jahr geht es nach Wilhelmshaven ins Marinemuseum.

Die Reservisten pflegen engen Kontakt mit dem Schützenverein in Waren an der Müritz, auch mit dem Eldachser Jägerchor und dem Schützenverein Neuenkleußheim. Aktiv bringen sie sich beim Schmücken der Straßen zum Schützenfest ein. Auch hängen sie die große Krone am Alten Amtshaus auf. Weiter sind sie seit vielen Jahren aktiv beim Anbringen und Abnehmen der Weihnachtssterne.

Hinzu kommt, dass sie zu jedem Schützenfest das Hedbergfestival ausrichten, das Dank der Unterstützung von Peter Waldhelm sehr gut läuft. Vor neun Jahren hatten sie zum ersten Mal im Frühjahr zum „Haunerbusch on the rocks“ eingeladen. In den letzten zwei Jahren war der Besuch nicht mehr zufriedenstellend, an einem neuen Konzept wird derzeit gearbeitet.

Schon früh halfen sie ihren Schützenbrüdern beim ASV. Bei deren Schützenfesten hatte der Reservezug die Disco gemacht. 1993 begannen sie dann zum 100-jährigen des KSV mit Livemusik. Die gibt es mit dem Hedbergfestival immer noch. Neben allem wird eine enge Freundschaft mit dem Reservezug Birkeshöh aus Meinerzhagen gepflegt. 2014 schossen sie zusammen um den Krähenkönig. Der Meinerzhagener Thomas Wever ist seither der Krähenkönig und somit Ehrengast des Reservezuges auf dem Jubiläumsfest.

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