Weitere Diskussionen um OGS am Richelnkamp

Immer noch halten die Konflikte an der OGS am Richelnkamp an.

KIERSPE ▪ Seit knapp zwei Wochen läuft nun der Betrieb in der Offenen-Ganztagsgrundschule (OGS) am Richelnkamp. Dennoch die Fronten bleiben verhärtet. Die Kritik am DRK als neuen Träger der OGS und der Betreuung (BGS) bleibt massiv. Gudrun Rubner vom Vorstand des DRK wehte der Wind am Donnerstagabend erneut mächtig ins Gesicht. Scharfe Kritik flog der DRK-Mitarbeiterin entgegen. Doch sie blieb gelassen, beantwortete Fragen, ging auf Kritik ein, gab Fehler zu und bemühte sich um individuelle Lösungen.

„Dass nicht von Beginn an alles reibungslos läuft, ist normal. Sicherlich dürfen manche Dinge nicht passieren, aber das wird sich alles einspielen“, erklärte Rubner optimistisch. Sie nutzte den Informationsabend in der Bismarckschule aber auch, um ganz klar auf Neuerungen hinzuweisen: „Es gibt in der BGS keine Hausaufgabenbetreuung mehr, denn hierfür ist die OGS da.“ Die Aussage, die Kinder dürften ihre Hausaufgaben in der Betreuung nicht mehr erledigen sei hingegen falsch. Lediglich die Betreuung und die Kontrolle fielen weg, selbstverständlich dürfe sich das Kind aber alleine an einen ruhigen Tisch setzen und die Dinge erledigen. Zudem betonte Rubner noch einmal, dass die Betreuung von 7.45 bis 13.15 Uhr täglich geregelt sei, auch wenn spontan Stunden ausfielen. Des Weiteren seien auch spontane und individuelle Lösungen möglich: „Sollten sie sich einmal verspäten, ist das kein Problem, sofern sie uns davon in Kenntnis setzen.“ Überhaupt schien das Thema Absprachen der Mitarbeiterin am Herz zu liegen. Sie verwies noch einmal darauf, dass die Kinder stets an- beziehungsweise abgemeldet werden müssten, und klar geregelt sein muss, wer das Kind abholt. „Gerade am Anfang ist das wichtig. Wir können noch nicht alle Kindern ihren Eltern oder Großeltern zuordnen. Das muss sich einspielen, ebenso wie der Alltag. Das Dauer halt einfach zwei bis drei Wochen“, appellierte sie an die Anwesenden. Aus diesem Grund sei auch ein Kennlernnachmittag mit Eltern und Kindern geplant, der noch vor den Herbstferien statt finden soll.

Kritik gab es aus den Reihen der Anwesenden. So monierten einige Eltern, ihre Kinder würden seit neustem ungern in die OGS gehen. Sie würden erzählen es würde viel gebrüllt und sie müssten ständig aufräumen und kämen kaum zum Spielen. „Stimmt nicht, mein Kind geht gerne“, entgegneten andere Eltern. „Für die Kinder ist es auch etwas Neues. Sie haben neue Regeln und neue Ansprechpartner. Das muss sich einspielen, auch sie müssen sich umstellen“, erklärte Rubner. „Aber ist denn alles schlecht, was in den vergangenen Jahren in der OGS und der BGS gelaufen ist“, kam direkt die Gegenfrage. Natürlich sei dies nicht der Fall. Vieles werde man auch beibehalten dennoch habe der neue Träger einige neue Ansätze und werde die auch weiter durchsetzten. Ein Trägerwechsel sei halt auch mit Neuerungen um Umstrukturierungen verbunden. Schwierig sei derzeit die Personalplanung. „Wir sind derzeit noch zu dritt, werden aber in der BGS zukünftig immer mindestens zu zweit sein“, erklärt Rubner Die Planung sei deswegen schwierig, da das DRK vom ehemaligen Betreuungsverein, der zuvor die Trägerschaft hatte, andere Zahlen bekommen habe. „Wir haben ihnen doch nicht absichtlich falsche Zahlen gegeben, viele Eltern sind durch das Hin und Her abgesprungen“, kam unmittelbar der Einwand seitens der Eltern. Dies habe, so betonte Rubner auch nie jemand behauptet, Fakt sei lediglich dass die Anfangskalkulation auf einer völlig anderen Grundlage aufgestellt worden sei. Umso mehr käme es jetzt darauf an Ruhe in die Diskussionen um die OGS zu bringen, denn wenn die Kinder nun gerne in die OGS gehen würden, würden sich die Anmeldezahlen von allein wieder erhöhen. Daher warb die DRK-Mitarbeiterin noch einmal um Vertrauen und betonte, dass das DRK erfahren sei im Bereich der Ganztagsbetreuung und sehr bemüht sei auch die OGS am Richelnkamp erfolgreich zu führen.

Lydia Machelett

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