OGS-Vorleseprojekt für Kindergartenkinder

Fünf Kinder der OGS der Pestalozzischule waren gestern im Rahmen eines Vorleseprojektes zum sechsten Mal in der Awo-Kita Liederwiese zu Gast. - Fotos: Müller

Kierspe - Mucksmäuschenstill ist es am Donnerstag im Gruppenraum der Awo-Kindertagesstätte Liederwiese, denn die Kinder, die auch am Nachmittag noch in der Einrichtung sind, wollen kein Wort der Geschichte „Ich und meine Schwester Klara“ von Dimiter Inkiow verpassen, die ihnen heute von den Kindern der Offenen Ganztagschule der Pestalozzischule vorgelesen wird.

Bereits zum sechsten Mal sind die Grundschüler Cassy vom Brocke, Deniz Schneider, Jannik Brinkmann, Justin Nowak und Lilian Paul zum Vorlesen in die Kindertagesstätte gekommen. Doch heute werden sie zum vorerst letzten Mal eine Geschichte vorstellen.

„Unsere Kleinen freuen sich immer schon sehr auf den Besuch“, berichtet die Leiterin der Einrichtung Dana Schlag. Und wegen dieser positiven Resonanz soll es im Frühjahr eine weitere Auflage des Vorleseprojektes der OGS, das von Elisabeth Wenzel geleitet wird, geben.

„Grundschüler können ja schon viel schwierigere Geschichten lesen. Deshalb suche ich Bücher aus, die auch für Kindergartenkinder geeignet sind. Wir benötigen immer mehrere Exemplare aus der Schulbücherei“, berichtet Elisabeth Wenzel, und weiter: „Zunächst lesen die Kinder die Geschichte einmal allein zuhause, und dann üben wir ein- oder zweimal zusammen, bevor wir in die Liederwiese gehen.“ Anfänglich waren die Vorleser noch sehr aufgeregt, mittlerweile haben sie bereits Routine.

Von dem Projekt profitieren beide Seiten. Die Grundschüler werden in ihrer Sprachfähigkeit und im Ausdruck gefördert. Auch ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt. Zudem beschleunigt Vorlesen das Verständnis, eine Voraussetzung beim Bemühen um gute Schulnoten.

Die Kindergartenkinder können beim Vorlesen viele neue Welten in den Büchern und Geschichten entdecken und sich auch an ihren älteren Vorbildern orientieren.

Konzentration wird von den Vortragenden und den Zuhörern gleichermaßen verlangt, und auch die Freude am Lesen wird sicherlich bei beiden Gruppen gesteigert. So ganz nebenbei wird auch das soziale Verhalten geübt, und da ist Elisbeth Wenzel voll des Lobes: „Die Kinder haben sich wirklich gut hier eingebracht, und das neben vielfältigen anderen Verpflichtungen wie Kommunionunterricht oder Fußballtraining“.

Die Kleinen haben es sich rund um die Großen bemütlich gemacht, sehen ihnen über die Schulter und/oder hören konzentriert zu.

Mittlerweile haben sie auf diese Weise schon die Olchis, kleine fiktive grüne Wesen aus einer Buchreihe des Kinderbuch-Autors und Illustrators Erhard Dietl, kennengelernt und sich von den Abenteuern gefangennehmen lassen, die Irina Korschunow in ihrem Buch „Der Findefuchs“ beschreibt. Im Frühjahr geht es dann erdfreulicherweise mit Klaras lustiger Geschichte weiter. - luka

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