Modernes Löschfahrzeug ist in Rönsahl eingetroffen

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Da kam eitel Freude auf bei der Feuerwehr und insbesondere bei den Mitgliedern des Löschzugs III, als am späten Samstagnachmittag ihr neues Löschfahrzeug LF 10 inn Rönsahl eintraf. ▪

RÖNSAHL ▪ Da kam sichtlich Freude auf bei den Kameraden des Löschzugs Rönsahl, als sie erstmals das soeben eingetroffene neue Löschfahrzeug LF 10 in Augenschein nehmen konnten. Tags zuvor war eine mehrköpfige Abordnung aktiver Wehrmitglieder aus Rönsahl nach Süddeutschland gefahren, genauer gesagt nach Hohenlinden bei München, um dort im Herstellerwerk Lentner ihr neues Fahrzeug in Empfang zu nehmen.

Bevor man jedoch die Überführung des im klassischen Feuerwehrrot strahlenden Kraftprotzes nach Rönsahl in Angriff nehmen konnte, war beim Fahrzeughersteller eine gründliche Einweisung in Funktionen und die umfangreiche Technik sowie die praktische Handhabung des neuen Paradestücks der Kiersper Feuerwehr angesagt. Denn das LF 10 gilt in Fachkreisen als nach dem neuesten Stand der Technik entwickeltes absolutes Highlight und das Aktuellste, das sich derzeit überhaupt auf dem Markt befindet.

Wie dazu bereits kürzlich anlässlich der Jahreshauptversammlung des Löschzugs verlautete, ist die Anschaffung des neuen Alleskönners einer klugen Entscheidung der für den Feuerschutz Verantwortlichen bei der Stadt Kierspe zu verdanken. Die nämlich hatten die günstige Gelegenheit genutzt, sich bei der Auftragsvergabe für das dringend benötigte neue Fahrzeug an einen Großauftrag der Bundeswehr anzuhängen, die insgesamt bereits 210 Exemplare der gleichen Bauart zum Einsatz beim Katastrophenschutz geordert hatte und somit einen überaus günstigen Preis erzielen konnte, der in gleicher Weise auch für dieses Fahrzeug in Ansatz gebracht wurde.

Hier einige technische Details des neuen Fahrzeugs: Unter der Motorhaube des LF 10 mit seinem 14 Tonnen wiegenden Fahrgestell pocht ein 260 Pferdestärken starker MAN-Motor. Neben den üblichen Einrichtungsgegenständen, die dessen Einsatz bei nahezu allen Gefahrenlagen ermöglichen, verfügt das Fahrzeug über eine 10 bar starke Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von 2000 Liter Wasser pro Minute, kann einen Wasservorrat von 1000 Litern mit sich führen und ist mit einem eigenen Stromgenerator ausgerüstet, der 7,5 KWA erzeugen und damit einen Einsatz auch bei Dunkelheit und in unwegsamem Gelände unterstützen kann. Zur Ausleuchtung des Einsatzbereiches kann zudem ein spezieller Lichtmast mit 4 lichtstarken Xenon- Scheinwerfern ausgefahren werden, es werden ständig 30 B-Schläuche mit einer Gesamtlänge von 600 Metern mitgeführt, und es ist ausreichend Platz für neun Mann Besatzung gegeben.

Weitere Details sollen bekanntgegeben werden, wenn das neue Fahrzeug, das im Übrigen den vom TÜV ausgemusterten alten Magirus LF 16 TS ersetzt, in aller Kürze durch Bürgermeister Frank Emde offiziell übergeben und in Dienst gestellt wird.

Rainer Crummenerl

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