Ökumenischer Kreuzweg mit Abendmahl

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Bei der letzten Station im Gemeindehaus der Christuskirche brach Pfarrer Freiwat das Brot.

KIERSPE ▪ Unter dem Zeichen des Kreuzes stand der Freitagabend für gut 30 evangelische und katholische Christen in Kierspe. Zu einem gemeinsamen ökumenischen Kreuzweg trafen sie sich am frühen Abend in der katholischen Kirche St. Josef.

„Viele Menschen haben ihr Kreuz zu tragen“, stimmte Pastor Gregor Myrda zu Beginn des Kreuzweges in der Josefskirche ein. „Viele sind in guten Zeiten von Freunden umgeben, die sie in schlechten Zeiten verlassen. Gerade aber in diesen Zeiten brauchen sie Menschen, die ihnen Trost spenden und Nähe geben.“

Peter Kuhn trug das Kreuz aus der Kirche in Richtung Rathaus

Vor dem Altar war schon das Holzkreuz mit der Aufschrift „Dein Wille geschehe“ aufgestellt, um dort von den Kreuzträgern mitgenommen zu werden. Peter Kuhn war der erste, der das Kreuz aus der Kirche heraus, den Glockenweg Richtung Rathaus trug. Dort war die zweite Station des Kreuzweges. Ursula und Hermann Reyher hatten diese vorbereitet und die Politik und die Bürger zum Thema gemacht. „Wir wünschen uns, dass die Stadtentwicklung sich bürgerfreundlich gestaltet und Gerechtigkeit gegenüber den Einwohnern walten lässt“, begann Hermann Reyher die Meditation und forderte die Anwesenden auf, für die Entwicklungsträger unserer Stadt zu beten. Er erinnerte daran, dass die Bibel die Menschen ermahnt, für die Ärmsten zu sorgen. Zu Jesu Zeiten habe es dieses soziale Engagement nicht gegeben, doch heute gewinne es immer mehr Raum. Ludwig Erhard habe in seiner Amtszeit „Wohlstand für alle“ gfordert, in diesem Zusammenhang verwies Hermann Reyher darauf, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in der heutigen Welt immer größer werde. „Auf dem richtigen Weg sind die Menschen und Christen in Kierspe mit dem neuen Projekt ,Hand in Hand‘“, freute er sich.

Am Altenheim vorbei zur Pestalozzischule

Am Altenheim vorbei begab sich die Gemeinde zur Pestalozzischule, der dritten Station des ökumenischen Kreuzweges. Marian Kosel hatte das Kreuz übernommen und trug es vor sich her. Neben dem Schulgelände gingen Dorothee und Wolfgang Kuttner auf die Wünsche und Bedürfnisse von Kindern und Senioren ein. Durch das Neubaugebiet Haunerbusch, vorbei an der Freien evangelischen Gemeinde strebten die Gläubigen ihre letzte Station an, das Gemeindehaus der Christuskirche.

Abendmahl nicht gemütlich

Dort versammelten sich alle um einen festlich gedeckten Tisch. „Für Jesus war das letzte Abendmahl kein gemütlicher Teil des Abends, wie für uns jetzt“, begann Pfarrer George Freiwat. „Dieses Essen hier soll aber kein Vorgang der Sättigung sein, er soll uns Gemeinschaft erleben lassen“, sprach er, brach das vor sich liegende Brot und reichte es an die um ihn sitzenden Tischgäste weiter. ▪ GeG

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