Olympia bei der Freien evangelischen Gemeinde

Der Einlauf der Mannschaften mit Fahnen.

KIERSPE ▪ Zehn Mannschaften kämpften am Samstag bei der Freien evangelischen Gemeinde um olympisches Gold. Dabei war es vollkommen egal, wie sie bei den sportlichen Disziplinen abschnitten – Hauptsache, die Fahne war gelungen. Denn am Ende kam die Mannschaft mit der schönsten Flagge aufs Siegertreppchen.

Rund 50 Kinder im Grundschulalter waren am Samstag zum ökumenischen Kinder-Bibel-Olympia-Tag gekommen und erlebten alles, was zu „richtigen“ Olympischen Spielen gehört: Eine Eröffnungsveranstaltung mit dem Einzug der Mannschaften, spannende Wettkämpfe und natürlich die Siegerehrung. Das Podest stand – olympiagetreu – schon bereit.

Einmal im Jahr lädt die Gemeinde zu einem Kindertag ein. Stand im vergangenen Jahr die musikalische und künstlerische Kreativität im Mittelpunkt, waren diesmal sportliche Aktivitäten gefragt. Neben der Bewegung standen Musik und Bibelarbeit, Basteln und natürlich der Spaß am gemeinsamen Tun im Zentrum der Aktivitäten.

Nicht nur die Kindermannschaften, auch das Leitungsteam war ökumenisch zusammengesetzt: Dazu gehörten Almut Pingel aus der evangelischen und Arne Gies aus der Freien Gemeinde. Susanne Thiesbrummel und Elke Ramel kamen aus einer Gemeinde in Gummersbach. Betreuer aus der Gemeinde St. Josef waren ebenfalls dabei. Alles in allem waren rund 30 Jugendliche und Erwachsene bei der Bibel-Olympiade aktiv.

Vor der Eröffnungsveranstaltung mussten die Kinder sich aber überlegen, für welches Land sie denn nun eigentlich starten wollten. Nachdem sie das geklärt hatten und die Fahnen fertig waren, wurde es ernst. „Stadionsprecher“ Arne Gies sprach die Kinder hochoffiziell nur noch mit „Sie“ und „meine sehr geehrten Damen und Herren“ an. Unter dem Jubel der anderen „Sportler“ lief jede Mannschaft ins Stadion im großen Saal der FeG ein. Aber nur die würdigsten Menschen dürften die olympischen Insignien ins Stadion tragen, erklärte Arne Gies. Nancy und Corinna trugen Ehre, Fackel und Olympiaflagge mit dem gebührenden Ernst.

Danach verteilten die Gruppen sich auf das ganze Haus. Insgesamt 20 Stationen hatte das Vorbereitungsteam aufgebaut. Zu den sportlichen Disziplinen gehörte Randsportarten wie „Goucho-Zielwurf“ ebenso wie „Toast-Weitwurf“, ein Flaggen-Quiz oder schlicht eine Runde Kicker.

Weil der Sport im Zeichen der Bibel stand, war jede Disziplin mit einem Bibelspruch unterlegt.

So stand der Vers aus dem Johannes-Evangelium „Jesus spricht: Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er errettet werden“ für ein großes Brett mit zahlreichen Vorhängeschlössern. Den beigefügten Schlüsselbund mussten die Kinder durchprobieren und jeweils den richtigen Schlüssel zuordnen. Dieter Hermes, Hausmeister der Gemeinde, hatte die meisten Stationen selbst gefertigt.

Für das Mittagessen hatte die Gemeinde natürlich auch gesorgt. Gestärkt mit Hotdogs oder zwischendurch etwas Süßem vom Kiosk ging es in die letzte Runde.

Zur Schlussveranstaltung waren auch die Eltern eingeladen, denen die Kinder in Form von Interviews berichteten, was den Tag über gelaufen war.

Große Stars, wie in London, waren zwar nicht eingeflogen worden, aber Musik gab es trotzdem. Dafür sorgten die Mitarbeiter selber, in der Technik unterstützt von zwei Jugendlichen. ▪ bnt

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