1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Kierspe

UWG fordert höheres Tempo beim Bau des Volmetalradwegs

Erstellt:

Von: Jochen Helmecke

Kommentare

null
Insgesamt rund 20 Personen waren zur öffentlichen Fraktionssitzung der UWG am Montagabend ins Rathaus gekommen. © Helmecke

Kierspe - Er war das Kernthema der öffentlichen Fraktionssitzung der Kiersper UWG-Fraktion: der Volmeradweg.

Und so übergab Fraktionsvorsitzender Clemens Wieland nach der Begrüßung der rund 20 Anwesenden am Montagabend im Bürgerzentrum des Rathauses auch gleich das Wort an Stadtplaner Rainer Schürmann.

Bekanntlich soll das von den Städten Meinerzhagen, Kierspe, Halver, Lüdenscheid und der Gemeinde Schalksmühle im Rahmen der Regionale 2013 vorgesehene Projekt nach Realisierung eine attraktive und sichere Trasse für Fußgänger und Radfahrer bieten (die MZ berichtete mehrfach). Genau aber diese Trasse ist es, die auch fast zwei Jahre nach Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung mit dem Straßenbaulastträger, dem Bund, noch nicht festgelegt werden konnte.

Zwar vom Bund zu 100 Prozent finanziert, sollte die notwendige Planung und spätere Umsetzung durch die Städte erfolgen, koordiniert durch die Gemeinde Schalksmühle. Seit einigen Wochen ist das beauftragte Planungsbüro damit beschäftigt, eine sogenannte Machbarkeitsstudie zu erstellen.

In den Bereichen, wo der Weg auf der bisher zweigleisigen Bahnstrecke geführt werden kann, auch durch die vorhandenen Tunnel und über die existierenden oder neu zu bauenden Bahnbrücken, ist man schon recht weit“,

null
Stadtplaner Rainer Schürmann. © Helmecke

berichtete Rainer Schürmann. Zwar mangele es auch für die restliche Wegeführung nicht an Ideen, aber teilweise noch an der notwendigen freiwilligen Bereitstellung der Grundflächen. Da aber auch dieser Fakt neben den weiteren technischen und sicherheitsrelevanten Umständen in der Studie aufzeigt werden muss und in ihr Lösungsansätze dargestellt sein sollen, gehe es nur recht langsam voran.

Ein Umstand, der die UWG-Politiker sichtlich verärgerte. Dementsprechend logisch ihre Schlussfolgerung, dass man „etwas tun wolle, um die Angelegenheit voranzubringen“. Wie man hierbei vorgehen will, ließen die „Unabhängigen“ noch offen. Im Gespräch waren dabei unter anderem die Beteiligung der Bundes- und Landespolitiker, aber auch eine direkte Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Planungsbüro. Ebenso konnte man sich die konkrete Unterstützung der Stadtverwaltung bei eventuellen Verhandlungen mit Kiersper Grundstückseigentümern, deren Flächen für den Radwegbau benötigt wird, vorstellen.

Nicht zuletzt eine mögliche „Umwidmung“ der Bundesstraße 54 in einen „Planungsbereich“ – infolge des Lausebergaufstiegs – beinhaltet nach Auffassung der UWG eventuell ein Problem. Mit der Herabstufung zur Landesstraße würde auch der Straßeneigentümer (dann das Land NRW) wechseln – und wie dessen Einstellung zum laufenden Projekt wäre, könne im Moment niemand mit Gewissheit sagen.

Auch interessant

Kommentare