Freie Wähler möchten wissen, was Kiersper über Friedhof denken

Peter Christian Schröder (links) und Wolfgang Sikora von den Freien Wählern möchten von den Kierspern wissen, wie diese sich den Umgang der Stadt mit dem Friedhof wünschen.

Kierspe - Die letzte Ruhe sorgt für Unruhe – so zumindest sehen das die Freien Wähler. Seit Jahren treibt die Politiker das Thema um – und Anfang Januar wollen sie mit Hilfe der Kiersper Themen sammeln, wie der Kiersper Friedhof umgestaltet werden könnte.

Sollte es in Kierspe einen Ruheforst geben? Wie geht man mit der Neugestaltung der Grabstellen um? Sollen Urnenwände das Bild dominieren? Was soll mit den Freiflächen geschehen und wie sollen diese in Zukunft aussehen? Es gibt viele Fragen, die die Freien Wähler bewegen. Doch sie wollen auch möglichst die Meinung der Kiersper erfragen, um das Thema nicht am Interesse der Einwohner vorbei zu behandeln. Die Möglichkeit, die eigene Meinung zu dem Thema zu sagen, haben die Kiersper am Montag, 7. Januar, ab 18.30 Uhr im Ratssaal. Dort findet an diesem Abend eine öffentliche Fraktionssitzung statt. Um auch die Meinung von Experten zu erfahren, hat FWG-Mitglied Wolfgang Sikora die Bestattermeisterin Dorothea Hunsmann-Wende angesprochen, die ihr Kommen zu der Veranstaltung zugesagt hat. „Die Bestatterin wird an diesem Abend Beispiele zeigen, wie mit dem Friedhof umgegangen werden könnte, beziehungsweise welche Lösungen andere Kommunen gefunden haben“, sagt Sikora.

„Nach wie vor herrscht bei vielen Kierspern große Unzufriedenheit mit dem Friedhof in seiner jetzigen Form“, erzählt Peter Christian Schröder, Vorsitzender der FWG, „deshalb ist es uns wichtig, die genauen Wünsche im Bezug auf den Friedhof am Büscherweg zu erfahren.“ Es gebe seit dem vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe, der auch Politiker aller im Rat vertretenen Fraktionen angehörten, doch die Arbeitsaufnahme sei sehr zögerlich gewesen und es hätten bislang erst wenige Treffen stattgefunden. „Seit mehr als einem Jahr verschläft die Stadt das Thema. Dass nichts passiert, liegt auch an der Personalpolitik des Bürgermeisters, die keine Ressourcen mehr lässt für wichtige Themen“, so Schröder.

Bei der Veranstaltung Anfang Januar möchte die FWG aber auch eigene Ideen diskutieren. Sie nennt als Beispiel einen Ruheforst oder Ruhewald. „Da lässt sich mit relativ wenig Aufwand auch einiges verdienen. Geld, das dann auch dazu beitragen könnte, die Umgestaltung des Friedhofs mitzufinanzieren“, sagt Schröder. Er möchte auch, dass Themen wie ein digitaler Grabstein oder die Möglichkeit, Haustiere im eigenen Grab mitbestatten zu lassen, bei den Überlegungen eine Rolle spielen.

Bei den Tierbestattungen regt der Freie Wähler aber auch an, über einen eigenen Friedhof in der Volmestadt nachzudenken.

Es gibt aber bei der Anlage am Büscherweg auch ganz konkrete Themen, bei denen sich Schröder mehr Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung wünschen würde. „Wie wollen wir in Zukunft mit den anonymen und teilanonymen Bestattungen umgehen? So, wie es derzeit läuft, kann es nicht weitergehen. Da müssen sich die Angehörigen auch an die Vorgaben halten.“

Ähnlich sieht das Schröder bei den Einfassungen. So würden Angehörige oft nicht die volle Breite der zur Verfügung stehenden und zum Grab gehörenden Fläche einfassen lassen, sondern ein deutlich schmaleres Feld. Dadurch würde die Fläche links und rechts der Einfassung nicht gepflegt und unschön aussehen, weil die Friedhofsgärtner dafür nicht zuständig seien. „Da muss den Leuten aber auch ganz klar gesagt werden, dass sie sich um diese Fläche kümmern müssen“, so Schröder.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare