Für ein besseres Leben

Neuer Pflegedienst "for a better life" geht in Kierspe an den Start

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Starten mit ihrem Pflegedienst „for a better life“ GmbH in die Selbstständigkeit: Svenja und René Huveneers.

Kierspe - Die Vorfreude auf den Beginn ihrer Selbstständigkeit ist Svenja und René Huveneers anzumerken: Am 1. November gibt es am Standort Kierspe den Pflegedienst „for a better life“ GmbH.

Natürlich werden sich die Huveneers nicht nur um Kunden in Kierspe, sondern auch in Halver, Meinerzhagen, Schalksmühle, Lüdenscheid und angrenzende Gebiete kümmern. Dass der Bedarf vorhanden ist, dürfte längst hinlänglich bekannt sein. Dies verdeutlichen auch Zahlen, die der Märkische Kreis hat errechnen lassen (siehe Infokasten). „Alles potenzielle Kunden“, weiß René Huveneers, der ebenso wie seine Frau Svenja schon früh den Wunsch hatte, sich selbstständig zu machen – „aber wir hatten keine Erfahrung!“ Die haben sie mittlerweile in verschiedenen Pflegediensten gesammelt, sodass nun die Entscheidung kam: „Jetzt machen wird das für uns, ziehen das durch!“

Denn zu den gesammelten Erfahrungen gehört auch, dass es einen „unglaublichen Bedarf an Pflege“ sowie auch hauswirtschaftlichen Leistungen gebe. Zu Beginn des kommenden Monats wird der neue Pflegedienst, der im Haus Waldheimstraße 25 zuhause ist, mit drei Pflegefachkräften und zwei Hauswirtschafterinnen – darunter Caroline Lapenna, die sich um die Koordination kümmert – an den Start gehen.

Denn der riesige Verwaltungsaufwand ist nahezu bewältigt, die erforderlichen Versorgungsverträge abgeschlossen und die Genehmigungen eingeholt. Nun geht es ans Marketing: Dafür sind Flyer und Visitenkarten gedruckt, eine Homepage ist online und die Telefonleitung im neuen Büro, das noch fertig eingerichtet werden muss, freigeschaltet. Zudem wird der Pflegedienst von einem Marketingunternehmen unterstützt.

Gleichwohl wissen die Huveneers, dass eine positive Mundpropaganda die beste Werbung ist – und damit es diese auch gibt, sei die Zufriedenheit der Kunden und ebenso der Mitarbeiterinnen die oberste Prämisse. Denn wenn sich die Pflegefachkräfte wohl fühlten, würde dies auf die Kunden ausstrahlen, die sich dann ebenfalls gut versorgt fühlten. Dies wiederum würde sich bei den jährlichen Prüfungen durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung)) positiv bemerkbar machen, glauben die beiden.

Nach den Vorstellungen von Svenja und René Huveneers können zwischen 30 und 40 Pflegebedürftige betreut werden. Natürlich wären auch mehr möglich, doch das ist nicht in ihrem Sinne. Denn besonders die Zufriedenheit der Kunden und ebenso der Mitarbeiterinnen ist ihnen sehr wichtig. Was beispielsweise bedeutet, dass man sich schon einmal fünf Minuten mehr Zeit bei einem Kunden (für ein Gespräch) nimmt. „Natürlich gehe das nicht jeden Tag bei jedem Kunden“, weiß Svenja Huveneers, „doch man kann ja wechseln“.

Auf der anderen Seite „kann es nicht genug Pflegedienste geben“, was für den neuen heißt, weiter zu wachsen. Dies auch über die Ausbildung, denn Svenja Huveneers darf ausbilden und möchte dies auch tun. Zwei Azubis können von einer Praxisanleitung (Ausbilder) ausgebildet werden. Dabei halte man sich auch an die Vorgaben, dass Azubis in den ersten zweieinhalb Jahren nicht alleine zu den Kunden dürfen, sondern jeweils von einer Fachkraft begleitet werden sollten.

Ebenso gehört beim neuen Pflegedienst die ganzheitliche Unterstützung dazu wie die (kostenlose) Beratung der zu Pflegenden und ihrer Angehörigen. Soll heißen, dass man beispielsweise den Kontakt zu Logopäden, Physiologen oder auch zu Frisören, Blumenhändler herstellt und auch schon mal hilft, wenn es mit dem Internet nicht klappt. Antworten sollen die Kunden auch auf ihre Fragen, wenn es zur Pflege kommt, erhalten: „Wo bekomme ich Hilfe? Was muss ich tun?“

Dies beginnt bei den Erstgesprächen mit den Kunden und soll nach Möglichkeit bei Beratungsabenden oder ähnlichen Veranstaltungen fortgesetzt werden. Zudem will man nicht nur auf Ausbildungsbörsen für den Pflegeberuf werben und darüber informieren, sondern auch – wie im benachbarten Bergischen Land – einen Runden Tisch der Pflegedienste ins Leben rufen. Man müsse sich davon verabschieden, dass die verschiedenen Dienste Konkurrenten seien. Dafür würde es zu viele zu Pflegende geben.

Durch einen regelmäßigen Kontakt und Erfahrungsaustausch könne man sich gegenseitig unterstützen und helfen. Jetzt gilt es aber erst einmal, den Pflegedienst for a better life in Kierspe und im Volmetal bekannt zu machen. Dies geschieht einerseits durch eine Eröffnungsfeier, die am Samstag, 26. Oktober von 11 bis 17 Uhr stattfindet. Auf der anderen Seite werden die Flyer an den entsprechenden Stellen ausgelegt.

Und im Netz (www.betterlife-pflege.de), per E-Mail (info@betterlief-pflege.de) und per Telefon (0 23 59/29 40 30) sind Svenja und René Huveneers bereits erreichbar. Und erste Kunden in Kierspe und Halver gibt es ebenfalls schon, die ab dem 1. November betreut werden – ob in der Pflege oder hauswirtschaftlich (Kochen, Reinigen, Einkaufen, Begleiten). „Wichtig ist dabei“, betonen René und Svenja Huveneers erneut ihre Philosophie, „den Menschen stets im Fokus zu behalten.“

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