Norbert Laufer erreicht mit Tauben Triple-Meisterschaft

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Was vor ihm kein anderer Züchter des Vereins Heimkehr Kierspe schaffte: Norbert Laufer erreichte mit seinen Brieftauben die Triple-Meisterschaft in der Sauerländischen Reiseverereinigung, war also schon zum dritten Mal hintereinander siegreich.

KIERSPE - „Das hat es in den vergangenen 30 bis 40 Jahren nicht gegeben“, freut sich mit Brieftaubenzüchter Norbert Laufer über seine Triple-Meisterschaft auch Heimkehr-Vorsitzender Alfons Sikora. Der Schlag in Meinerzhagen stellte bei den insgesamt zwölf Flügen der Saison gleich vier Tauben mit den meisten Preisen und der größten Schnelligkeit.

Von Rolf Haase

Die weiteste Reise führte die Brieftauben von Norbert Laufer im vergangenen Jahr ins österreichische Amstetten. Dort gingen unter anderem auch die erfolgreichsten Tiere des Züchters aus dem Verein Heimkehr Kierspe an den Start, die Taube 02028-2010-446, die mit elf Preisen der beste Vogel der Saison war, und auch 02028-2011-530, die mit ebenfalls elf Preisen das beste Weibchen wurde. „Beide kamen jedoch ausgerechnet auf der mit 613 Kilometern Luftlinie längsten Distanz der Meisterschaft 2013 nicht auf den ersten Platz“, berichtet der Züchter, der den Triple landete, weil er zum dritten Mal in Folge Meister der Sauerländischen Reisevereinigung mit Sitz in Lüdenscheid wurde.

Das hat es in den vergangenen 30 bis 40 Jahren nicht gegeben“, freut sich mit Laufer auch Heimkehr-Vorsitzender Alfons Sikora. Der Schlag in Meinerzhagen stellte bei den insgesamt zwölf Flügen der Saison gleich vier Tauben mit den meisten Preisen und der größten Schnelligkeit. Der erste Flug war am 5. Mai von Schweinfurt aus, da gingen 950 Tauben von 29 Züchtern auf eine Distanz von 230 Kilometern an den Start. Von Amstetten aus waren es am 7. Juli nur noch 369 Tauben von 18 Züchtern. Insgesamt lag die Zahl der Tauben hier aber deutlich höher, weil ab dem fünften Flug alle Reisevereinigungen des Regionalverbandes, neben Sauerland auch noch Biggesee, Gummersbach, Volmetal, Radevormwald und Wuppertal, dabei waren. So kamen 1967 Tauben aus 98 Schlägen zusammen.

Die schnellste Taube aus dem Schlag von Norbert Laufer war beim dem Flug von Österreich aus das jährige Weibchen 02028-2012-251, das die Strecke in gut siebeneinhalb Stunden zurücklegte und so auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 1350 Metern pro Minute kam, was etwa 80 Stundenkilometern entspricht. Die einfliegenden Tauben an dem Schlag am Philosophenweg werden heute längst elektronisch gezählt, was vor 20 Jahren noch manuell mit einem Zählgerät mit Uhr passierte. „Wir mussten früher bei der Ankunft der Tauben in aller Eile von Hand einen Gummiring lösen und im Zählgerät registrieren. Gar nicht so einfach, wenn mehrere Tiere schnell hintereinander eintreffen“, schildert Laufer.

Neben seinem größtem Erfolg, dem Triple bei der RV-Meisterschaft, verbuchte Laufer mit seinen Vögeln noch weitere wie erste Preise bei den Männchen und den Weibchen der Reisevereinigung, einen dritten Platz bei der Jährigen-Meisterschaft, eine zweiten bei den älteren Weibchen und einen dritten Rang bei den jährigen Weibchen. Außerdem erhielt der Züchter die Goldmedaille für den weitesten Flug mit den drei schnellsten von sechs gemeldeten Tauben und er erreichte erste Plätze bei der Auslobung der Zeitschrift „Die Brieftaube“ sowie auch bei der RV-Meisterschaft des Verbandes deutscher Brieftaubenzüchter, wofür acht Tiere gemeldet wurden und die vier besten dann in die Wertung kamen. Alfons Sikora lässt keinen Zweifel, dass der Verein enorm stolz ist auf seinen siegreichen Züchter, ganz besonders auf den einzigartigen Triple-Erfolg.

Norbert Laufer beschäftigt sich schon seit dem Kindesalter mit Tauben. So half er zuhause in Alstätte bei Ahaus anfangs seinem Bruder Helmut, bis er 1966 durch Bundeswehrzeit und Heirat erst mal aussetzte. Nachdem Laufer 1978 beruflich nach Meinerzhagen wechselte und ein Jahr später dann auch hierhin zog, baute er ab 1980 einen eigenen Schlag. „Damals begann ich gemeinsam mit meinem Sohn Stefan zunächst mit 40 Brieftauben“, erzählt er und ergänzt, dass die Zahl heute auf das Doppelte angewachsen sei.

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