Profanierung von St. Engelbert

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Die Kirche St. Josef wird profanisiert.

Rönsahl - Die Profanierung (Entweihung) der katholischen Kirche St. Engelbert in Rönsahl gestaltet sich schwierig – und dies in jeder Hinsicht, wie es von Seiten der Pfarrei St. Maria Immaculata heißt. Denn ursprünglich sollte das Gotteshaus am 1. Juli profaniert werden, doch das klappt noch nicht: Einerseits gebe es den deutlichen Wunsch auf eine Vorlaufzeit von einem Monat. Auf der anderen Seite habe die Unterzeichnung des Kaufvertrags verschoben werden müssen.

Daher ist der Termin für die Profanierung der Kiurche St. Engelbert auf Samstag, 15. Juli, festgelegt worden. Der entsprechende Gottesdienst beginnt um 17 Uhr. Ein späterer Termin sei aus gemeindeinternen und technischen Gründen nicht mehr möglich. Die Samstagsgottesdienste in St. Engelbert (jeweils ab 17 Uhr) finden daher ab dem 22. Juli in der evangelischen St.-Servatius-Kirche in Rönsahl statt.

Zunächst sind die Katholiken Gäste der Evangelischen Kirchengemeinde, später dann, wenn ein entsprechender Nutzungsvertrag unterzeichnet und genehmigt ist, reguläre Mitnutzer des alten Gotteshauses – so lautet derzeit die verbindliche Absprache zwischen Evangelischer und Katholischer Kirchengemeinde.

Den Mitgliedern der Gemeinde St. Engelbert kann zwar noch ein Gottesdienstort angeboten werden – doch eine Profanierung bedeute immer auch einen Verlust an Heimat. „Unsere eigentliche Heimat“, so heiße es in einem frühchristlichen Brief, „liegt zwar im Himmel, aber trotzdem hängen unsere Gefühle oft an irdischen Dingen und Orten – und Kirchen sind eben ganz besondere Orte.“ Da schmerze der Verlust besonders.

Ein Grund mehr, alle anderen Vorabendmessen aus diesem Grund am 15. Juli ausfallen zu lassen. Alle Gemeindemitglieder von St. Maria Immaculata sind an diesem Samstag nach Rönsahl eingeladen. „Es bedeutet nicht, dass eine Profanierung etwas Schönes sei. Vielmehr sollen die anderen Gemeindemitglieder den Rönsahlern bei ihrem Verlust ihre Solidarität bekunden. Daher sind alle für den 15. Juli nach Rönsahl eingeladen.“

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