Haus in der Schnörrenbach soll zügig verkauft werden

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Die ehemaligen Restauranträume im alten Teil des Gebäudekomplexes sind verwüstet und zerstört worden.

Kierspe - Es tut sich was an der Schnörrenbach. Seit dieser Woche ist der Eigentümer des maroden Gebäudes mit der Entrümpelung beschäftigt. Nihat Kaya hat einiges zu tun und würde das Gebäude gern so schnell wie möglich los werden – allerdings ist er sich seiner Pflichten als Eigentümer bewusst.

Der Siegener ärgert sich über die Vermüllung und mutwillige Zerstörung des Hauses, das er vor Jahren ersteigert hat und einer Familie für das Betreiben eines Restaurants zur Verfügung stellte (MZ berichtete mehrfach). „Das hier hat mit normalem Vandalismus nichts mehr zu tun“, sagt Kaya im Gespräch mit unserer Zeitung, als er gestern mit der Beseitigung des Unrats auf dem Gelände beschäftigt war. Er vermutet Bandenkriminalität hinter der Zerstörung. „Irgendwer wollte irgend jemandem schaden. Vielleicht richtet sich das gegen die Vorbesitzer“, mutmaßt Kaya, der als jetziger Eigentümer auf den Kosten der Entrümpelung sitzen bleibt. Er selbst, so versichert er, habe mit kriminellen Bandenstrukturen nichts zu tun. „Aber ich muss hier jetzt für alles aufkommen.“ Tausend Euro seien allein in den ersten Tagen des Aufräumens im Nu ausgegeben gewesen – wie viel Geld noch folgt, mag er nicht schätzen. Viele der dort illegal abgelegten Altreifen habe er schon entsorgt, „das war aber noch lange nicht alles.“

Wenn es nach ihm ginge, würde Nihat Kaya das Haus gern so schnell wie möglich verkaufen. Ein Inserat hat er auf einem Online-Portal geschaltet. Für 250 000 Euro bietet er das „Mehrfamilienhaus mit Gewerbe“ als Objekt an, in dem „Sie Ihre Phantasien ausleben können“. Um das Schnörrenbach-Haus für potenzielle Kunden einigermaßen herzurichten, hatte sich Kaya Unterstützung von einem Gebäudetechniker geholt. „Der Vandalismus in und an diesem Gebäude ist ein großes Thema“, erläuterte Karl Walter auf Anfrage der MZ. Das komplette Ausmaß könne er derzeit noch nicht benennen. Unbekannte hätten nahezu alle Leitungen – ob Strom oder Wasser – durchtrennt und zerstört. Hinzu käme die Feuchtigkeit in der Räumen. Derzeit erstelle er einen Kostenvoranschlag für Nihat Kaya und werde alsbald das weitere Vorgehen besprechen.

Um das Haus vor weiteren Verwüstungen und Zerstörungen zu schützen, überlegt Kaya derzeit, in das Obergeschoss des Gebäudes einzuziehen. „Irgendwie muss ich das ja überwachen.“ In Eigenregie wolle er sich ein paar Zimmer im alten Teil des Gebäudes herrichten.

Gespannt blickt Nihat Kaya auch dem Beginn des Prozesses um die vermutliche Brandstiftung im Oktober (MZ berichtete) entgegen. Ein Termin ist noch nicht festgesetzt.

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