Sterbekasse fusioniert

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Dass die Übertragung unausweichlich ist, war den Mitgliedern der Sterbekasse klar.

Kierspe - Nicht beerdigt, aber übertragen wird die Sterbekasse Bollwerk, das beschlossen die Mitglieder des Versicherungsvereins am Mittwoch einstimmig.

Diesen Beschluss zu fassen war der Hauptzweck der außerordentlichen Versammlung. Zu der war erneut Helmut Vogel gekommen. Der Versicherungskaufmann ist ausgewiesener Fachmann für Sterbekassen, die im Grunde eine Lebensversicherung auf den Todesfall bieten, allerdings im kleinen Rahmen. Vogel ist auch Vorsitzender der Begräbnishilfe Berghofen, mit der die Sterbekasse Bollwerk fusionieren wird.

Für den Fall der weiteren Eigenständigkeit hatte ein versicherungsmathematisches Gutachten den Bollwerkern eine Leistungssenkung von 25 Prozent vorgeschlagen, die Gründe dafür waren für die Versammlung einleuchtend: anhaltend niedrigen Zinsen steht ein immer höheres Lebensalter der Mitglieder gegenüber. Die Kapitalerträge reichen unter diesen Bedingungen nicht aus eine auch nur annähernd befriedigende Summe im Sterbefall auszuzahlen. Die Fusion mit einer größeren, und damit am Kapitalmarkt besser aufgestellten, Sterbekasse sei deshalb die einzig sinnvolle Lösung.

Halver sei diesen Schritt bereits im vergangenen Jahr gegangen und habe sein Kapital zum Jahresbeginn 2017 an die Begräbnishilfe Berghofen übertragen. Im Rahmen einer Satzungsänderung werden nun alle Rechte und Pflichten der Sterbekasse Bollwerk an Berghofen übertragen. Neue Mitglieder können danach nicht mehr aufgenommen werden. Wer nach der Übertragung der Sterbekasse beitreten will, erhält den neuen, offenen Tarif der Begräbnishilfe Berghofen. Bis die Übertragung endgültig abgeschlossen ist, wird es noch etwas dauern, denn auch die Bezirksregierung Arnsberg muss zustimmen.

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