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Neustart in Präsenz: Grundschulen ändern Testverfahren

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Von: Johannes Becker

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Ab der kommenden Woche ändert sich das Testverfahren, dadurch soll es zu weniger Ausfallzeiten kommen.
Ab der kommenden Woche ändert sich das Testverfahren, dadurch soll es zu weniger Ausfallzeiten kommen. © Michael Reichel

Von geschlossenen Schulen und Distanzunterricht will Bildungsministerin Gebauer nichts wissen – im Gegenteil: Mit einem neuen Testverfahren soll der Unterrichtsausfall für Grundschüler verringert werden.

Kierspe - „Bislang haben wir immer im Pool getestet. Das heißt, die Kinder haben morgens einen sogenannten Lollitest gemacht. Dafür musste ein Teststäbchen eine vorgegebene Zeit im Mund bleiben. Anschließend kamen alle Tests in eine Tüte und wurden ins Labor gebracht. Abends war dann klar, ob es unter den Schülern einer Klasse ein infiziertes Kind gab. In diesem Fall blieb die Klasse am nächsten Tag zuhause und die Eltern mussten einen erneuten Test vorbeibringen. Diese Tests wurden dann einzeln ausgewertet und am Abend des zweiten Tages wussten wir dann, welches Kind positiv getestet ist“, erklärt Thomas Block, Leiter des Grundschulverbunds aus Pestalozzi- und Schanhollenschule.

In Zukunft werden nun in der Schule gleich zwei Lollitests gemacht, der eine wird im Pool getestet, der andere bleibt im Labor und wird überprüft, wenn sich bei der Pooltestung ein positives Ergebnis zeigt. Dadurch wird schneller klar, welches Kind infiziert ist und die Mitschüler können am nächsten Morgen in die Schule gehen.

„Für uns ist das ein klarer Vorteil, denn in den Wochen vor den Weihnachtsferien verging keiner der beiden wöchentlichen Testtage, ohne, dass es ein positives Ergebnis gab. An einem Tag hatten wir sogar drei Klassen, die betroffen waren“, schildert Block seine Erfahrungen. Der Rektor rechnet nicht damit, dass es in der nächsten Zeit wieder zu Schulschließungen kommt, allerdings ist er sehr gespannt auf die Zahlen, die in der kommenden Woche durch Tests an den Schulen ermittelt werden. „Dann wird deutlich, wie sich die zwei Wochen ohne Test ausgewirkt haben“, so Block.

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