Neujahrsblasen des Hegerings am Wienhagener Turm

Wenn auch der Wind bläst: Weniger Zuhörer beim Neujahrsblasen

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Tradition: Mit klingenden Neujahrsgrüßen hießen die Hegering-Bläser die Wanderer am Turm willkommen.

Kierspe - Es hat schon Tradition – und lockt alljährlich am Neujahrsmorgen viele Kiersper an den Wienhagener Turm: Das Neujahrsblasen des Hegerings gehört für die Volmestädter zum neuen Jahr wie „Dinner for one“ zu Silvester. Doch das Wetter hielt offenbar manch einen Stammgast vom Besuch ab.

Klingende Grüße, hoch oben von der Plattform des Wienhagener Aussichtsturms abgeschickt, schallten am gestrigen Neujahrsmorgen über die Baumwipfel des Wienhagens ins Kiersper Land: Eine seit vielen Jahren gepflegte und ursprünglich von den Nachbarschaften Kiersperhagen, Düren und Dürenerhaus ins Leben gerufene Tradition, die von den Jagdhornbläsern des Hegerings Kierspe-Rönsahl mit Leben erfüllt wird, fand gestern zum 38. Mal statt.

Wie alljährlich, so gehörte ein großer Teil dieses Neujahrsmorgens der Bläsergemeinschaft, diesmal unter Stabführung von Rainer Fackiner. Und die erfreuten dann auch an die 70 Zuhörer – weniger als für gewöhnlich. Vermutlich war das nasskalte Wetter nicht einladend genug, um dem Turm einen Besuch abzustatten. Und doch gibt es die „Unentwegten“, vor allem jene der SGV-Abteilungen. Für etliche Kiersper und Meinerzhagener, mit dabei war zum wiederholten Mal eine Wandergruppe aus Wipperfürth-Ohl, ist die Neujahrswanderung zum Wienhagener Turm bereits seit Jahren terminiert – ganz gleich, wie auch immer das Wetter am Neujahrsmorgen sein mag.

Da fiel es auch weniger ins Gewicht, dass sie diesmal auf eine eigentlich stets willkommene Stärkung in Form von wärmenden Getränken wie Kakao, Glühwein oder Tee verzichtet werden musste, weil die Zahl der Helfer – auch altersbedingt – immer weiter abnimmt. Im Interesse der Sache – der beim Getränkeverkauf erzielte Erlös kam bislang in vollem Umfang der Instandhaltung des Aussichtsturms als markantem Kiersper Denkmal zugute – steht für alle Beteiligten allerdings zu hoffen, dass sich hier bald wieder eine passende Lösung finden wird.

Dennoch: Bei so manchem kleinen „Pröhleken“ und den obligatorisch ausgetauschten guten Wünschen zum Neujahrstag freuten sich die Zuhörer über den Erhalt einer Tradition, die allerdings aufgrund der wenig einladenden Witterung diesmal bereits nach knapp einer Stunde ausklang.

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