Intensive Proben für „Der Dritte im Bunde“

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Kaum wiederzuerkennen ist Regisseurin Martina Schneer-Bille (rechts). Selbst schon im Kostüm, gibt sie Ratschläge für die Frisur von Mitspielerin Brigitte Perron.

Kierspe - Die heiße Probenphase ist eingeläutet bei Zeus und Consorten. Am 7. März ist es soweit, dann ist die „Welturaufführung“ von „Der Dritte im Bunde“. Bis dahin muss aber noch viel geübt werden und deshalb treffen sich die Schauspieler der VHS-Theatergruppe inzwischen zweimal wöchentlich im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule.

Von Birgitta Negel-Täuber

Geprobt wird im Kostüm, wobei Regisseurin Martina Schneer-Bille immer noch kritische Blicke auf Perücken und Bühnenkleidung wirft. Sie selbst ist dabei kaum wiederzuerkennen – unter anderem mimt sie einen Dorfbewohner und trägt deshalb auch bei den Proben einen Schnurrbart im Gesicht.

Während Hans Halbfas als bösartiger König auf der Bühne steht, Brigitte Perron als (natürlich französisches) Hausmädchen mit dem Staubwedel nicht vorhandenen Schmutz entfernt und die ebenfalls nicht besonders nette Königin über Langeweile klagt, sitzen die anderen Schauspielerinnen im Zuschauerraum, verfolgen den Text und kommentieren im Bedarfsfall das Geschehen. „Das mit der Langeweile machst du so“, sagt die Regisseurin und demonstriert, wie sie sich bühnenwirksame Langeweile vorstellt.

Die Anregung zu dem Stück lieferte ein gewisser Friedrich Schiller mit seiner Ballade „Die Bürgschaft“, was am Ende auf der Bühne zu sehen sein wird, ist dagegen Kierspe pur.

Martina Schneer-Bille hat die „Bürgschaft“ so gründlich umgeschrieben, ausgeweitet und ins Komische gewendet, dass von dem Stoff nur noch das Gerüst übrig geblieben ist.

Unterstützt wird die Gruppe diesmal von Annette Gräfe, die mit Gitarre und Gesang das Stück begleitet; teilweise hat sie die Musik sogar selbst geschrieben. Die hat nicht nur dramatische Funktion, sondern hilft auch während der Aufführung, die notwendigen Umbauphasen zu überbrücken.

Und weil nicht nur die hehre Kunst, sondern auch Geselligkeit auf dem Programm steht, bleibt in der gegenwärtigen Phase sogar Zeit für einen kleinen Umtrunk, wenn es einen Geburtstag zu feiern gilt.

Im Moment hält sich die Nervosität bei den Schauspielern noch in Grenzen – das wird sich wohl ändern, je näher die Aufführung rückt.

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