Erster Spatenstich für neues Gerätehaus

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Bürgermeister Frank Emde, Johann Sonnenfeld (Planungsbüro Kplan), Norbert Kretschmann (Creativ SF Bau) und Wehrleiter Georg Würth (von links) beim symbolischen ersten Spatenstich.

Kierspe - Mit vier Schaufeln statt Spaten wurde die erste Erde für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Kreuzung Wildenkuhlen bewegt. Im Beisein der Löschzüge, der weiteren Feuerwehrabteilungen, des Rates und der Verwaltung fand der kleine Festakt gestern statt.

Als deutliches Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Feuerwehr möchte Bürgermeister Frank Emde die Investition in ein neues Gerätehaus verstanden wissen. Er wies aber auch darauf hin, dass der Feuerwehrbedarfsplan den Neubau nahegelegt habe. Mit dem Bau wird es möglich, die beiden Innenstadtzüge zu einem Zug zusammenzulegen. „Dadurch wird die Tagesverfügbarkeit verbessert, außerdem ist eine Optimierung des Fahrzeugparks möglich“, so der Bürgermeister, der dann das Wort an Thomas Kretschmann, Juniorchef der ausführenden Firma „Creativ SF Bau“, übergab.

Kretschmann betonte, dass das Unternehmen aus der Nähe von Koblenz mit dem Kiersper Bau bereits das vierte Feuerwehrgerätehaus innerhalb von vier Jahren errichte.

Im Anschluss griffen Bürgermeister Frank Emde, Johann Kretschmann (Creativ SF Bau), Johann Sonnenfeld (Planungsbüro Kplan) und Wehrleiter Georg Würth zur Schaufel, um den Festakt abzuschließen. Die geladenen Gäste wiederum konnten darin den Startschuss sehen, um sich am Grill mit Bratwürstchen und Getränken zu versorgen. Die „Verpflegung“ wurde von einem Kiersper gespendet, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Das neue Gerätehaus, das nun an der Kreuzung Wildenkuhlen entstehen soll, ist so geplant, dass alle Wege optimiert sind und möglichst wenig Zeit zwischen dem Eintreffen der Wehrleute und dem Ausrücken der Fahrzeuge vergeht. Dabei spielt der Alarmeingang eine zentrale Rolle. Denn nach dem Eintreffen der Wehrleute auf dem Gelände zwischen Heerstraße und Gerätehaus, wo sich auch die Parkplätze befinden, geht es hinter dem Eingang sofort in die Umkleideräume – getrennt nach Geschlechtern. Von dort führt der Weg unmittelbar in die Fahrzeughalle. Die Einsatzwagen fahren dann in Richtung Hagebaumarkt aus dem Gerätehaus, um dann sofort nach links auf die Dr. Hans-Wernscheid-Straße abzubiegen.

Acht Tore stehen hinter genausovielen Einstellplätzen zur Verfügung, um auszufahren. Hinter zwei weiteren Toren verbergen sich ein befahrbares Lager und eine Waschhalle. Im – von der Heerstraße betrachtet – linken Flügel des Erdgeschosses finden sich Funk-, Lage- und Bereitschaftsraum sowie Server- und Heizungsraum. Im rechten Gebäudeflügel werden Werkstatt, Atemschutzwartung sowie Kleiderkammer samt Wasch- und Trockenraum untergebracht. Kommen die Wehrleute vom Einsatz zurück, gehen sie einen anderen Weg. Zuerst wird die Stiefelwäsche erreicht, von dort geht es – nach Frauen und Männern getrennt – in die Sanitärräume und dann schließlich wieder in die Umkleidebereiche.

Während die Fahrzeughalle über zwei Stockwerke reicht, sind alle anderen Bereiche des 66 Meter langen, 23,5 Meter tiefen und bis zu 8 Meter hohen Gebäudes mit einem zweiten Stockwerk bebaut. Dort oben befinden sich dann später die Büros für Wehrleitung, Jugendfeuerwehr und Zugführung. Außerdem finden sich im Obergeschoss ein Aufenthaltsraum für die Jugendfeuerwehr und den Spielmannszug, darüber hinaus ein großer teilbarer Besprechungsraum, der über eine Durchreiche mit der Küche verbunden ist und die Dachterrasse, über die der zweite Fluchtweg geführt wird. Von den Fluren im Obergeschoss besteht auch die Möglichkeit in die Fahrzeughalle zu schauen.

6 Millionen Euro Bau-, Planungs- und Grundstückskosten

Errichtet wird das neue Feuerwehrgerätehaus von der Firma „Creativ SF-Bau“ aus der Nähe von Koblenz. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, das neue Gerätehaus für 5,08 Millionen Euro zu errichten. Zählt man Planungskosten und Grundstückserwerbung hinzu, steigt der Gesamtbetrag auf rund 6 Millionen Euro. Mit einer Fertigstellung wird spätestens im Oktober des kommenden Jahres gerechnet, sodass die beiden Löschzüge dann als ein neuer gemeinsamer Löschzug noch im laufenden Jahr 2019 ihr neues Domizil beziehen können.

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