Ein neues Forum für NRWs älteste Gesamtschule

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Das Forum an der Gesamtschule soll in diesem und im kommenden Jahr neu gestaltet werden. Dann verschwindet auch die Narbe, die der Abriss der sogenannten kleinen Sporthalle hinterlassen hat.

Kierspe - Die Gesamtschule hat in den vergangenen Jahren ihr Aussehen deutlich verändert. Nur das Forum, das vor allem als Schulhof täglich genutzt wird, aber auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung steht, strahlt nach wie vor den Charme der 1970er-Jahre aus. Das soll sich bald ändern.

Durch Beschädigungen des Bodenbelags und den Abriss der sogenannten kleinen Sporthalle – wobei eine „Grube“ zurückblieb – hat sich das Aussehen nicht verbessert. Doch in den kommenden beiden Jahren soll alles anders werden. Die gesamte Fläche zwischen Otto-Ruhe- und Fritz-Linde-Straße soll neu gestaltet werden. Insgesamt soll diese Maßnahme rund 1,3 Millionen Euro kosten, da es eine Förderung von 90 Prozent gibt, rechnet die Stadt mit einem Eigenanteil von etwa 130 000 Euro. 

Im Ausschuss für Umwelt und Bauen wurden nun erste Details vorgestellt. Den Ausschussmitgliedern reichte diese Präsentation nicht. Um den Zeitplan einzuhalten, wird es nun in naher Zukunft eine weitere Sitzung des Ausschusses geben, in dem das mit der Planung beauftragte Architekturbüro einen Übersichtsplan vorstellt – möglichst verbunden mit einer 3D-Ansicht. 

Dieser Plan und die Ansicht sollen dann auch auf der Homepage der Stadt gezeigt werden. Klar wurde bei der Sitzung in dieser Woche aber schon, dass vor allem die Barrierefreiheit zunehmen wird. Aufgrund der im Boden liegenden Infrastruktur – Versorgungsleitungen und Kanäle – wird es auch weiterhin verschiedene Ebenen geben. 

Um die Höhenunterschiede zu überwinden, sind zahlreiche Rampen geplant, die dann auch Menschen mit Behinderung einen leichteren Zugang ermöglichen. Nützlich erweisen sich die verschiedenen Ebenen jedoch für die Schaffung von Sitzgelegenheiten. 

So soll es neben klassischen Treppen auch etliche Sitzstufen geben, die dann von Schülern und Festbesuchern genutzt werden können. Eine zeitgemäße Ausleuchtung soll das Forum auch bei Dunkelheit ansehnlich machen. 

Die Skulptur auf dem Forum soll erhalten bleiben, aber versetzt werden.

Dabei soll die Skulptur erhalten, aber versetzt und mit Bodenstrahlern ins rechte Licht gesetzt werden. Um Verunreinigungen nicht allzu sehr ins Auge springen zu lassen, soll ein „lebhaftes“ Pflaster gewählt werden, auf dem nicht jedes fest getretene Kaugummi oder jeder kleine Ölfleck überdeutlich wird. Neue Bepflanzungen werden das Forum auflockern und Bäume sollen Schatten spenden. 

Zum Bauplan wurde bekannt, dass die Arbeiten in zwei Bauabschnitte geteilt werden, von denen der erste in diesem Jahr angegangen werden soll. Damit ist auch klar, dass in diesem und dem nächsten Jahr keine größere Veranstaltung auf dem Gelände stattfinden wird. Klar wurde in der Sitzung auch, dass sich eine Beeinträchtigung des Unterrichts nicht ganz vermeiden lassen wird. 

So soll die Baustelle vor den Sommerferien bereits eingerichtet werden. „In den Ferien selbst soll dann der größte Teil der Arbeiten erfolgen. Es wird auch samstags gearbeitet, damit wir zügig vorankommen“, versprach Helmut Heidemann, Leiter des Sachgebiets Tiefbau, den Ausschussmitgliedern. 

Man rechne jedoch damit, dass die Arbeiten nicht in vollem Umfang in den zur Verfügung stehenden sechs Wochen erledigt werden können. Deshalb ist geplant, dass auch noch in den beiden Wochen nach den Ferien Arbeiten zu erledigen sind. Dabei soll jedoch kein übermäßiger Lärm entstehen. Dieses Vorgehen sei mit der Schule abgesprochen, teilte die Verwaltung mit. 

Im kommenden Jahr soll dann – erneut in den Sommerferien – der zweite Bauabschnitt erfolgen. Marius Schriever, der als Sachkundiger Bürger für die CDU im Ausschutz sitzt, fragte nach Beschattungsmöglichkeiten der freien Plätze, um diese auch für den Unterricht im Freien und weitere Veranstaltungen nutzbar zu machen. Zugesagt wurde daraufhin, dass Bodenhülsen eingebracht werden, die eine Beschattung mit Sonnenschirmen ermöglichen würden. 

Für ein großes Segel, das man spannen könnte, um Schatten zu werfen, sei eine massive Konstruktion nötig, um auch dem Wind standhalten zu können. Dafür fehle aber das Geld. Vorgesehen sind aber schon jetzt Verteiler im Boden, die eine Stromversorgung – beispielsweise der Stände beim Stadtfest – ermöglichen.

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