Stundenplan für GSK ist „ein echtes Puzzlespiel“

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Organisationsleiter Stefan Müller und seine Assistentin Claudia Koll arbeiteten gestern nochmals an der Erstellung des Stundenplans für die Gesamtschule, bei dem 1800 Stunden zu verteilen sind. Und die schwierige Aufgabe gelang auch diesmal wieder. ▪

KIERSPE ▪ Die Stundenplangestaltung für die Gesamtschule geht jetzt in die Schlussphase. Seit Montag sitzen Organisationsleiter Stefan Müller und seine Assistentin Claudia Koll zusammen, um die bereits vor den Ferien erstellte Unterrichtsverteilung in einen fertigen Stundenplan umzusetzen.

„Jetzt geht es um die Lage der Stunden in der Woche“, erläutern beide diese Arbeit und sitzen vor ihren Rechnern, um noch die eine oder andere ungünstig liegende Stunde hin und her zu schieben.

Rund zweieinhalb Stunden benötigten sie gestern dazu, am Montag waren es noch viereinhalb Stunden gewesen. Wobei die Stundenplangestaltung diesmal nicht im Verwaltungstrakt der weiterführenden Schule stattfand, sondern Server und Rechner stehen aktuell im Mehrzweckraum C des Rathauses, weil in der Gesamtschule derzeit die Stromverteilung erneuert wird und aus dem Grund im Gebäude der Strom abgeklemmt ist. Deswegen hatten Stadttechniker Hartwig Benne und die EDV-Beauftragte Anja Kluth die komplette Technik ins Rathaus transportiert und installiert, so dass dort gearbeitet werden konnte.

Stefan Müller, der seit 2003 GSK-Organisationsleiter ist und vorher mehrere Jahre Assistent an der Adolf-Reichwein-Gesamtschule in Lüdenscheid, sowie Claudia Koll, die den Job seiner Stellvertreterin nun seit 2005 ausübt, atmeten erleichtert auf, als sie hörten, dass vielleicht Anfang der nächsten Woche alles schon wieder zurück in die Gesamtschule kann. Denn dann müssen die Abteilungsleiter, Sigrun Wolf für den fünften und sechsten Jahrgang, Andreas Plate für den siebten und achten Jahrgang, Johannes Gläser für den neunten und zehnten Jahrgang und Rolf Muck für die Oberstufe sowie auch die Schulsekretärin mit dem Stundenplan arbeiten und vor allem erst einmal die Schüler zuteilen. Das geht natürlich am besten vor Ort in der Gesamtschule und weniger gut ausgelagert entweder im Rathaus oder im Gemeindeaus Felderhof, das für den Notfall ebenfalls bereits in Erwägung gezogen worden war.

Die Stundenplangestaltung für eine so große Schule wie die Gesamtschule, die mit 1450 Schülern nach wie vor die größte Schule im Märkischen Kreis ist, ist natürlich eine sehr schwieriges Unterfangen: Es gibt 108 Lehrer und insgesamt 42 Klassen plus die drei Oberstufenjahrgänge mit ihren Kursen. Rund 1800 Unterrrichtsstunden pro Woche sind zu verteilen. „Das ist ein richtiges Puzzlespiel“, berichten Müller und Koll, machen jedoch darauf aufmerksam, dass ihnen inzwischen mit Untis ein professionelles Computerprogramm zur Verfügung steht, das die Arbeit automatisch und sogar nahezu perfekt löst. Dieses wurde vor einem halben Jahr angeschafft und erleichtert die Arbeit diesmal extrem.

„Nach mehreren Optimierungsdurchläufen stimmt die Verteilung zu hundert Prozent. Wenn wir unter zehn Prozent Fälle zählen, wo Lehrer objektiv betrachtet aufgrund zu vieler Springstunden einen schlechteren Plan haben, sind wir zufrieden“, unterstreichen die beiden. Und obendrein bedeute das noch lange nicht, dass auch die Kollegen selbst damit unzufrieden seien, denn da sei die Sichtweise oft ganz indivduell. Verschoben werden können dann zudem allenfalls nur noch Einzelstunden und die gibt es gerade in in oberen Jahrgängen immer weniger.

„Denn da ist vieles geblockt“, informieren der Organisationssleiter und seine Stellvertreterin. Schon ab Jahrgang 7 sind Mathematik, Englisch und der Wahlpflichtbereich 1 geblockt, ab Jahrgang 9 folgen Chemie und Deutsch, das gleiche gilt für die Oberstufe. Bei geblockten Stunden haben alle Klassen zur gleichen Zeit Unterricht, sie zu verschieben, hätte sofort weitreichende Konsequenzen und funktioniert aus dem Grund nicht. Allerdings können die Lehrer für ihre Unterrichtsverteilung im Vorfeld Wünsche äußern, die dann bei Untis eingegeben werden und so gleich bei der Stundenplanberechnung Berücksichtigung finden.

Die Zuteilung der Schüler durch die Jahrgangsleiter läuft seit langem unterstützt durch das Programm Schild, was für Schüler-Individual- und Leistungsdaten steht. „Hier wird die komplette Schullaufbahn jedes Schülers dokumentiert“, ergänzen die beiden Schulleitungsmitglieder. Bis Mittwoch, 22. August, muss alles stehen, denn dann beginnt wieder der Unterricht. Die Kollegen brauchen den Stundenplan sogar ein schon paar Tage eher. Am Dienstag, 21. August, sind die Konferenzen, erst die große Lehrerkonferenz, dann die Jahrgangs- und Fachkonferenzen.

Außerdem finden am Montag und Dienstag die Nachprüfungen für Schüler statt, die noch einen besseren Abschluss erreichen wollen. Die Einschulung der neuen Fünftklässler ist dann am Donnerstag, 23. August, beginnend um 15 Uhr mit dem Gottesdienst in der St. Josef-Kirche und dann der Einschulungsveranstaltung ab 16.30 Uhr im Pädagogischen Zentrum.

Rolf Haase

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