Ursula Schröder veröffentlicht „Kerzenschein und Tannenduft“

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Am Schreibtisch in ihrem Haus am Asternweg entstehen die Erzählungen und Romane von Ursula Schröder.

Kierspe – Noch gut vier Wochen bis zum Heiligen Abend: Spekulatius und Deko-Artikel finden sich längst in den Geschäften und auch die Kiersper Autorin Ursula Schröder legt mit „Kerzenschein und Tannenduft“ pünktlich zum Fest eine Sammlung von Weihnachtsgeschichten vor.

Als E-Book machen derlei Erzählungen keinen Sinn, weiß Schröder. Weihnachtsgeschichten werden gerne verschenkt und vorgelesen. Der Verlag hat die Erzählungen deshalb mit Zeitangaben versehen, die für diesen Zweck eine Vorauswahl ermöglichen.

Den Anstoß zur ersten Geschichte lieferte vor etlichen Jahren ein zeitlicher Engpass. Ursula Schröder ist Inhaberin einer kleinen Marketingagentur und pflegte ihren Kunden und Freunden eine selbstgestaltete Karte zum Fest zu schicken, aber dazu reichte diesmal die Zeit nicht. Also verschickte sie statt dessen im Anhang der Mail eine Weihnachtsgeschichte und erhielt viele positive Rückmeldungen.

„Im Laufe der Zeit fragten die Leute danach“, erzählte Ursula Schröder. Und in diesem Jahr kam der SCM-Verlag auf sie zu und bat um ein Manuskript, denn die Verantwortlichen wussten, dass Schröders Texte gut zum Verlagskonzept passen würden – „SCM“ steht für „Stiftung Christliche Medien“.

Die Protagonisten in Schröders Erzählungen kann man sich gut als Mitglieder der Freien evangelischen Gemeinde vorstellen. Da ist der junge Familienvater Jens, der es übernommen hat, die Weihnachtspredigt in der Gemeinde zu übernehmen. Seine Frau ist wenig begeistert, sie sieht nur die zusätzliche Arbeit in einer ohnehin stressigen Zeit. Der Zwang, ein perfektes Fest mit perfekter Dekoration und einem perfekten Essen zu gestalten, treibt gleich in mehreren Texten vor allem die Frauen um. Denen wird zum Glück doch noch rechtzeitig klar, was das wirklich Wichtige an Weihnachten ist: die Geburt des Erlösers.

Für die Autorin ist das Thema eine Herausforderung: „Seit 2000 Jahren feiern wir Weihnachten. Jeder hat schon was dazu geschrieben – und jetzt komme ich.“ Dem alten Stoff neue Seiten abzugewinnen, ist gar nicht so einfach und hat zur Folge, dass sie das ganze Jahr über Ideen sammelt. Eine Idee war: Was wäre, wenn …? Wenn Maria dem Engel bei der Verkündigung eine Abfuhr erteilt hätte? Wenn Josef nicht mitgespielt hätte? Ein „Weihnachtsbingo“ findet sich ebenfalls – man muss „das Fest der Liebe“ nicht immer tierisch ernst nehmen.

Bei brütender Sommerhitze schrieb Ursula Schröder winterliche Geschichten und, literarisch gesehen, ist Weihnachten für sie gelaufen. Sie beschäftigt sich längst mit einem anderen Projekt. Der Verlag hat einen historischen Roman bei ihr bestellt und der soll in der Gegend von Kierspe spielen. Statt dem Heiligen Land steht deshalb jetzt das märkische Sauerland auf dem Programm.

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