Sport Engstfeld erwirbt Sparkassen-Gebäude

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Marc Engstfeld hat das ehemalige Sparkassen-Gebäude an der Kölner Straße gekauft. Er will dort auf deutlich größerer Fläche sein Sportgeschäft betreiben, das sich derzeit noch an der oberen Kölner Straße befindet.

Kierspe - Sportgeschäftsinhaber kauft Sparkasse – nicht das Kreditinstitut als Firma, jedoch das Gebäude an der Kölner Straße. Nachdem die Stadt das Haus samt Grundstück erworben hatte, waren verschiedene Nutzungsmöglichkeiten erdacht worden. Es sollte einem Geschäftsmann als Tauschobjekt angeboten werden – oder anfangs auch Flüchtlinge aufnehmen. Doch nun wird dort Sport Engstfeld sein neues Domizil eröffnen und damit seine Ladenfläche etwa verdoppeln.

Etwas mehr als zehn Jahre ist es her, dass Marc Enstfeld an der oberen Kölner Straße mit einem Ladenlokal den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Zuvor hatte er eine Ausbildung bei einem Sportartikelhändler in Meinerzhagen absolviert und etliche Jahre in einem Sportgeschäft in Gummersbach gearbeitet.

„Damals wusste niemand, wo die Reise hingeht. Der Internethandel verdrängte immer stärker etablierte Sportgeschäfte. Deshalb waren wir auch anfangs sehr vorsichtig und haben mit nur einer Marke angefangen“, erinnert sich Marc Enstfeld an den Start vor einem Jahrzehnt. Heute führt er längst alle namhaften Marken – vor allem im Bereich Mannschaftssport.

Das soll sich ändern. In Zukunft will der Unternehmer die Bereiche Freizeitmode, Laufsport und Damen-Fitnessbekleidung stark ausbauen. Grundlage dafür ist der Kauf des ehemaligen Sparkassengebäudes an der Kölner Straße. Mit rund 700 Quadratemetern Fläche für Verkaufsraum und Büro auf einer Etage ergeben sich für die Ausweitung des Sortiments viele Möglichkeiten. Engstfeld: „Vier Jahre habe ich nach einem geeigneten Standort gesucht. Letztlich war es die Stadtverwaltung, die auf mich zugekommen ist, um mir das Gebäude anzubieten“, sagt Engstfeld. Doch der Fachhändler sieht nicht nur Chancen in dem erweiterten Sortiment. Eigene Parkplätze hinter dem Haus und Stellplätze daneben sollen den Kunden den Besuch erleichtern. Damit das Geschäft von der Kölner Straße zukünftig als Sportgeschäft wahrgenommen wird, sorgen die Markenhersteller, mit denen Enstfeld zusammenarbeitet, für eine entsprechende Außenwerbung.

Im Moment stehen zwar bereits Teile der neuen Ladeneinrichtung in den künftigen Räumen, mit dem Umbau selbst wird aber erst Anfang April begonnen. Denn erst dann kann Engstfeld auf die gesamte Fläche zugreifen. Bislang ist der Betreuungsdienst Rat und Tat von Ralf Ulrich noch Mieter. Dieser bezieht jedoch zum 1. April ein neues Domizil. Dann beginnen die Anstricharbeiten außen und der Umbau innen.

Im Obergeschoss des Gebäudes befinden sich zwei Wohnungen, die der neue Eigentümer bereits vermietet hat.

Den Keller wird er selbst nutzen, wobei sich das nicht so ganz einfach darstellen lässt. Dort gibt es zwar bereits vom vorherigen Nutzer noch Sanitär- und Sozialräumer sowie eine große Wand mit Rollregalen, die nun Enstfeld mit der eigenen Buchhaltung belegen kann. Doch dort sind auch noch schwere Tresore, massive Metallschränke und Hunderte Schließfächer samt schwerer Tresortür zu finden. „Das wird wohl auch alles so bleiben müssen, denn ausbauen lässt sich das alles nicht mehr“, erklärt der Eigentümer. Doch auch so gibt es noch Räume, die als Fitnessraum für die fünf Mitarbeiter und als Indoor-Soccer-Raum für kleinere Gruppen beispielsweise bei einem Kindergeburtstag genutzt werden können. Engstfeld: „Und natürlich als Lager. Das fehlte bislang komplett. Zukünftig können wir dann auch mal Sonderposten erwerben und einlagern. Das kommt dann mit Sicherheit auch den Kunden zugute.“

Diese Kunden kommen längst nich mehr nur aus Kierspe und Meinerzhagen. „Wir verkaufen sehr viel in den Lüdenscheider Raum und in den Oberbergischen Kreis“, so Engstfeld, der betont, dass diese Entwicklung ohne die Unterstützung seiner Mutter Anne Engstfeld nicht möglich gewesen wäre.

Mit dem Wachstum des eigenen Geschäfts will sich der Unternehmer auch gegen den Internethandel stemmen, der auch weiterhin die Händler vor Ort bedroht. „Unser eigener Verband rechnet damit, dass allein im laufenden Jahr 20 Prozent der Sportgeschäfte in Deutschland schließen werden.“ Um dieser Entwicklung zu begegnen, setzt Engstfeld aber nicht nur auf das neue Geschäft, sondern auch auf die eigenen Aktivitäten im Netz. Schon seit Jahren betreibt er einen Shop bei Ebay. In Zukunft soll der digitale Handel weiter ausgebaut werden. Doch in nächster Zeit konzentriert er sich auf den Umbau des Sparkassengebäudes. Denn schließlich plant Engstfeld die Neueröffnung für Ende Mai oder Anfang Juni.

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