Das neue Jugendparlament nimmt seine Arbeit auf

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Bürgermeister Frank Emde gratuliert auf der ersten Sitzung dem neu gewählten Vorsitzenden des Kinder- und Jugendparlaments, Lennard Dietrich. ▪

KIERSPE ▪ Am Dienstag trat das neugewählte Kinder- und Jugendparlament zu seiner ersten Sitzung zusammen. Bürgermeister Frank Emde eröffnete im Ratssaal die Versammlung und leitete auch die Wahl des neuen Vorsitzenden. Sechs Kandidaten standen zur Wahl. „Ganz anders als bei einer Bürgermeisterwahl“, kommentierte Emde. „So viele Kandidaten gab's da noch nie.“

Mit klarer Mehrheit wurde Lennard Dietrich gewählt, zum stellvertretenden Vorsitzenden bestimmte die Versammlung Steffen Wieland. Die beiden gehören zu den „Alten“ im Jugendparlament, sie waren auch in den vergangenen beiden Jahren dabei.

25 Mitglieder umfasst das neue Jugendparlament, das für die Dauer von zwei Jahren gewählt wurde. Die meisten sind neu, die Altersspanne ist groß. Die Jungparlamentarier sind zwischen 10 und 18 Jahre alt, sogar ein Grundschüler ist Mitglied. Der Altersdurchschnitt liege bei 16 bis 17 Jahren, informierte Petra Werth, die im Rathaus als Ansprechpartnerin fungiert.

Nach seiner Wahl übernahm Lennard Dietrich die Leitung der Sitzung und ging gleich zum Tagesordnungspunkt Verschiedenes über. Beim nächsten Treffen soll es Informationen zu einem geplanten Skaterplatz geben. Auch die schon einmal geplante Jugendparty wurde von einem Teilnehmer wieder ins Gespräch gebracht. Ein anderer wünschte sich, dass der Sparkassenlauf größer aufgezogen werden sollte.

Als ein Jugendlicher eine Lan-Party im PZ der Gesamtschule organisieren wollte, kam von den jüngeren Teilnehmern prompt die Nachfrage: „Was ist das?“ An dieser Stelle zeigte sich, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen doch weit auseinander gehen.

Fast alle Mitglieder des Jugendparlaments sind Gesamtschüler und so wurde es richtig lebhaft, als ein Teilnehmer die teilweise Schließung der Mensa ansprach. Das sei eine schulinterne Angelegenheit, erklärte Lennard Dietrich und verwies auf die Schülermitverwaltung.

Susanne Sattler vom Jugendzentrum Kierspe informierte über ein Kennenlernwochenende, das im Mai geplant sei. Dabei sollen sich nicht nur die Kinder und Jugendlichen besser kennenlernen, sondern auch ins Gespräch mit erwachsenen Kommunalpolitikern kommen.

Christian Reppel und Ralf Erlhöfer vom Sport- und Jugendausschuss nahmen ebenfalls an der Sitzung teil, letzterer in Vertretung von Peter Schrade. „Die Themen müsst ihr euch selbst suchen“, gab Erlhöfer den Jugendlichen mit auf den Weg. „Die können wir euch nicht vorgeben.“

Viermal jährlich tritt das Jugendparlament zusammen, das nächste Treffen ist für den 28. März geplant. Die Protokolle aller Sitzungen sind übrigens auf der Homepage der Stadt Kierspe nachzulesen, unter der Rubrik „Kinder & Jugend“. ▪ bnt

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