Ab nächster Woche gibt‘s Knöllchen

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Im Gespräch wies Axel Oehm die Autofahrer auf das absolute Halteverbot hin.

Kierspe  - Dicht gedrängt stehen die Schüler an den Bushaltestellen der Otto-Ruhe-Straße vor der Gesamtschule – dass die Busse diese am Mittwochnachmittag ohne Probleme anfahren konnten, lag sicher in erster Linie an der Präsenz von Ordnungsamt und Polizei, denn die neuen Schilder werden gerne „übersehen“.

„Wir haben seit Jahren große Befürchtungen, dass es einmal zu einem schweren Verkehrsunfall durch die hohe Verkehrsdichte kommen könnte, die hier herrscht, wenn Eltern ihre Kinder zum Schulbeginn bringen oder zum Ende der Stunden auf der Straße vor dem Schulgelände abholen“, erklärt Schulleiter Johannes Heintges. Bislang gab es zwar bereits eine Beschilderung, die die dem Schulgebäude gegenüberliegende Straßenseite mit einem absoluten Halteverbot auswies – seit der vergangenen Woche gilt das gleiche Halteverbot auch für die Straßenseite samt Busstreifen gegenüber. Um die neue Regelung durchzusetzen, kontrollierten am Dienstagmorgen und Mittwochnachmittag Monika Hofmann und Silke Münzer vom Ordnungsamt sowie der Polizei-Bezirksbeamte Axel Oehm den Verkehr an der Gesamtschule.

Oehm hatte, als er im September seine neue Stelle in Kierspe antrat, die Aufgabe bekommen, sich verstärkt um die Verkehrssituation an der Gesamtschule zu kümmern. In der Folge und nach Beratungen mit Stadt- und Kreisverwaltung wurde die neue Regelung gefunden und mit den Schildern auch manifestiert.

„Viele Autofahrer, die wir angesprochen haben, gaben an, die neuen Schilder nicht gesehen zu haben. Die meisten waren sehr freundlich und sind ohne weiteres weitergefahren“, so Hofmann.

Allerdings erklärte die Ordnungsamts-Mitarbeiterin auch, dass es in Zukunft kein freundliches Ermahnen mehr gebe, sondern nur noch kostenpflichtiges Kontrollieren. „Dann werden wir die Autos der Fahrer, die sich nicht an die neue Beschilderung halten, fotografieren. Die Rechnung kommt dann mit der Post.“

Zehn Euro kostet das Ignorieren des absoluten Halteverbots mindestens, wenn eine Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer hinzukommt, steigt der Betrag auf 20 Euro. „In dem Bereich, in dem das Halteverbot auf der Otto-Ruhe-Straße gilt, fällt mir kein Bereich ein, wo das Halten nicht auch eine Behinderung darstellt“, so Hofmann.

Oehm rät den Autofahrern, die nicht darauf verzichten wollen, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen oder abzuholen, an der Straße im unteren Bereich aus- und einsteigen zu lassen oder den Parkplatz zu nutzen.

„Ich begrüße das Bemühen von Schule und Stadt sehr, befürchte aber, dass sich viele Eltern nur durch eine regelmäßige Kontrolle von ihrem bisherigen Verhalten abbringen lassen werden“, so Heintges.

Dass er damit Recht haben könnte, zeigte sich bereits eine Stunde nach der Kontrolle am Mittwochnachmittag. Denn dann standen sowohl auf dem Parkstreifen als auch auf der gegenüberliegenden Straßenseite zahlreiche Autos und warteten auf ihre Kinder, denen sie den Fußweg nach Hause „ersparen“ wollten.

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