Neue Firma von oben, von außen und von innen

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Aus der Vogelperspektive konnten Besucher das Werk vom Hubschrauber aus betrachten. ▪

KIERSPE ▪ Alle kamen sie zur Betriebseröffnung der Firma für Thermoplastverarbeitung - Werkzeugbau SuK Kunststofftechnik in das Gewerbegebiet Kiersperhagen. Kunden, Geschäftsfreunde, Mitarbeiter des Betriebes und der Generalmanager SuK China, Andreas Schöne, waren eigens zur Eröffnung angereist.

„Am 1. Januar 2007 kaufte ich die Bergneustädter Firma SuK. Damals hatte sie 16 Mitarbeiter“, begrüßte der geschäftsführende Gesellschafter Martin Witulski seine Gäste. „Damals hatte die Firma einen Umsatz von 1,7 Millionen Euro.“ Schon bald wurden die Räume zu klein. Die Mannschaft wurde verstärkt und am 1. Januar 2008 stand der erste Umzug in einen Erweiterungsbau in Bergneustadt an. Doch lange sollte die Firma dort nicht bleiben, denn bereits 2009 begann Martin Witulsk darüber nachzudenken, ob er ein neues Gebäude kaufen, mieten oder bauen sollte. Der Standort Kierspe wurde letztlich gewählt, weil es sich um den Heimatort Martin Witulski handelte – ebenso wie der vieler Mitarbeiter. Für den neuen Standort in der Volmestadt sprach auch die Unterstützung durch die Stadtverwaltung.

Heute beschäftigt die Firma 80 Mitarbeiter und wird Ende dieses Jahres vermutlich einen Umsatz von elf Millionen Euro erwirtschaften.

Den Grund dieses Erfolges sieht Martin Witulski in dem Vertrauen, welches die Kunden und Banken seiner Firma entgegen brächten und in den guten Leistungen, die von dem Unternehmen erbracht würden. Eine große Rolle spielten dabei die Mitarbeiter des Betriebes, die Martin Witulski als Säulen des Unternehmens bezeichnete.

Auch Bürgermeister Frank Emde bekam Raum, das Unternehmen in Kierspe willkommen zu heißen: „Auch wenn gute unternehmensspezifische Gründe zur Verlegung des Firmensitzes nach Kierspe vorlagen, ein Restrisiko war Ende 2008 vorhanden.“ Er rief in der Folge den Anwesenden die Lehmann-Pleite und die ersten Signale der Wirtschaftskrise in Erinnerung. „Risikobereitschaft haben sie“, betonte Frank Emde, „und zu dieser kommt Ihre Verantwortungsbereitschaft. Insofern war ihre Entscheidung eine bemerkenswerte Entscheidung.“

Zum Festtagsprogramm am Sonntag gehörten auch Rundflüge, für die ein Hubschrauber und ein Motorflugzeug zur Verfügung standen.

Außerdem konnten die Besucher mit einem von sieben Autos der Firma Knabe fahren. „In allen Autotüren sind Produkte von uns verbaut“, informierte Martin Witulski. „Klemmt jedoch einmal eine Tür, so sind die Teile sicher von der Konkurrenz“, fügte er augenzwinkernd an.

Natürlich fanden auch Betriebsbesichtigungen statt, bei denen Werksleiter Andreas Wiemer zumeist großen Gruppen die Fertigung und die Verpackungsabteilung zeigte. „Jeden Tag werden bei uns bis zu 350 000 Bauteile gefertigt. Gearbeitet wird an sieben Tagen in drei Schichten – also rund um die Uhr ohne Stillstand.“ Die Besucher konnten die Anlagen, die der Materialtrocknung dienten ebenso besichtigen, wie Maschinen zur Materialförderung. Gesteuert würden diese durch eine zentrale Anlage. Ein Roboter prüfe die Bauteile und verpacke sie dann stückzahlgenau. Auf 39 Maschinen kämen 50 Mitarbeiter. Was die Produktion angeht, so würden 75 Prozent der Teile für die Automobilindustrie gefertigt. Dort hauptsächlich im Türschlossbereich. Die restlichen 25 Prozent entfielen auf die Elektroindustrie, die Medizintechnik und die Maschinen- und Anlagentechnik.

Gegen Abend folgte dann der gemütliche Teil des Programms, bei dem Mitarbeiter, Nachbarn und Geschäftspartner gemeinsam feierten. Die Partyband Sam sorgte dabei für die musikalische Unterhaltung. Gegen 23 Uhr wurde dann noch ein Feuerwerk über dem Gelände in Kiersperhagen gezündet, das sich die Gäste trotz des einsetzenden Regemns nicht entgehen lassen wollten. Mit Pappkartons geschützt, traten sie ins Freie und richteten den Blick in den Himmel, um sich das Spektakel anzuschauen.

Gertrud Goldbach

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