Leichter zum Eigenheim

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Wer bereits mit dem Bau seines Eigenheims wie hier im Kiersper Gebiet Östlich Rathaus angefangen hat, kann keine zinsgünstigen Darlehen mehr beantragen – dies muss vor den ersten Arbeiten geschehen.

Kierspe - Neue Finanzierungsmöglichkeit für insbesondere junge Familien, die in Kierspe ein Eigenheim kaufen oder neu bauen wollen, bietet das Land Nordrhein-Westfalen: Die Eigenheimförderung ist aufgestockt. Eine Familie in Kierspe kann unter bestimmten Voraussetzungen ein vergünstigtes Darlehen in Höhe von 70 000 Euro erhalten. Hinzu kommt ein Bonus von 15 000 Euro pro Kind oder schwerbehinderter Person.

Der Zinssatz für diesen Kredit liegt bei 0,5 Prozent. In Meinerzhagen, Lüdenscheid, Schalksmühle und Herscheid beträgt die Grundpauschale (Darlehenshöhe) ebenfalls 60 000 Euro, in Halver und Menden liegt sie bei 90 000 Euro, in Altena und Werdohl bei 60 000 Euro – das liegt an der Einteilung der Kommunen in Kostenkategorien. Auch die jährlichen Verwaltungskosten liegen mit ebenfalls 0,5 Prozent recht tief.

Doch um in den Genuss dieser günstigen Darlehen zu kommen, dürfen die künftigen Häuslebauer oder -käufer bestimmte Einkommensgrenzen nicht übersteigen. Für einen Einpersonenhaushalt liegt diese Grenze bei 18 430 Euro, bei zwei Personen beträgt die Grenze 22 210 Euro und bei drei Personen bei 27 310 Euro. Für jede weitere Person, ist in der Broschüre des Märkischen Kreises zu lesen, erhöht sich dieser Betrag um 5100 Euro sowie um 660 Euro zusätzlich je Kind.

Der Traum eines eigenen Hauses oder einer eigenen Wohnung soll also in erster Linie bei jungen Familien mit eher geringeren Einkommen gefördert werden. Bei der Berechnung des anrechenbaren Einkommens werden Werbungskostenpauschale, Lohnsteuern und Beiträge zur Renten-, Pflege- und Krankenversicherung abgezogen. Der Fachdienst Wohnungswesen und Elterngeld hat dazu auch zwei Musterbrechnungen in das Heft aufgenommen.

Eine weitere Voraussetzung für Bewerber der Eigenheimförderung: Sie müssen als Eigenkapital mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten des Objekts mit einbringen. Diese können auch als sogenannte Selbsthilfeleistungen (Eigenleistungen) erbracht werden. Auch das vielleicht schon gekaufte und mit eigenen Mitteln bezahlte Grundstück kann bei den Selbsthilfeleistungen angerechnet werden.

So ist vorstellbar, dass eine Kiersper Familie mit zwei Kindern ein Förderdarlehen in Höhe von 100 000 Euro erhalten kann. Denn zur Förderpauschale von 70 000 Euro für Kierspe kommen noch 15 000 Euro Familienbonus pro Kind. Beim Fachdienst Wohnungswesen und Elterngeld des Märkischen Kreises – die Mitarbeiterinnen sind mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse genannt – kennt man sich mit den Förderrichtlinien natürlich aus und ist auch bei der Antragsstellung behilflich.

Unter folgender Internetadresse kann die Broschüre „Eigenheimförderung“ auf der Homepage des Märkischen Kreises gefunden werden: http://maerkischer-kreis.de/buergerinfo/broschueren/fb2/Wohnraumfoerderung-18-03-19n.pdf.

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