Neue Fahrzeughalle in Neuenhaus nimmt Formen an

Die Firma Pfitzner errichteten am Montag das Stahlgerüst für die neue Fahrzeughalle. - Foto: Weiland

KIERSPE - Mit schwerem Gerät schreiten die Arbeiten an der neuen Fahrzeughalle der Löschgruppe Neuenhaus voran: Schon von weitem ließ sich am Montag die Baustelle an der L 528 ausfindig machen – ein gelber Kranwagen wies den Weg.

Ende August fiel mit der Baugenehmigung der Startschuss für die Arbeiten. Die Feuerwehrleute übernehmen den Bau selbst, die Stadt Kierspe stellt die Mittel und ist für die Planung zuständig. Dieser Weg ist günstig und hat sich bewährt: Vor 20 Jahren war auch der Schulungsraum nebenan in Eigenarbeit gebaut worden. Die Alterskameraden, die damals an dem Bau beteiligt waren, unterstützen nun ihre aktiven Kollegen und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Unter den Feuerwehrleuten sind viele Handwerker und nahezu jede Arbeit, die auf der Baustelle anfällt hat zumindest einer von ihnen schonmal erledigt.

Nach vier Wochen ist der Boden vor dem alten Gerätehaus nun bereit für den Aufbau der Wände. Erst jetzt müssen die Feuerwehrleute Experten ans Werk lassen: Die Firma Pfitzner errichtete am Montag das Stahlgerüst für die 110 Quadratmeter große Halle. Die Wandelemente bestehen aus Sandwichplatten – zwei Stahlplatten mit einer Schaumschicht dazwischen zur Isolation. Stehen Wände und Dach, können die Kameraden wieder selbst Hand anlegen. In der kommenden Woche wollen sie die Bodenplatte gießen, die dann auch direkt maschinell geglättet werden kann, da die fertige Halle den frischen Boden vor Verunreinigungen schützt. Während die Platte aushärtet können Heizung und Elektrik in Angriff genommen werden. Nach vier Wochen ist der Bodenbelag dann hart genug, um auch die tonnenschweren Einsatzfahrzeuge zu tragen, die während der Arbeit in der Scheune von Eberhard Dahlhaus untergebracht sind.

Danach widmen sich die Männer dem Umbau der alten Halle. Dort sollen Gemeinschaftsräume und Umkleiden entstehen, denn bisher gab es für die Feuerwehrleute dafür keinen Raum – die Löschgruppe Neuenhaus war bisher die einzige der Kiersper Feuerwehr, die keine Umkleidemöglichkeiten im Gerätehaus hatte. Als das Gebäude 1958 gebaut wurde, waren die Fahrzeuge noch wesentlich kleiner. Mit der Zeit wurde das Parken in der Halle immer mehr zu Millimeterarbeit. „Wir sind öfter mal mit dem Blaulicht oben am Tor hängen geblieben“, meint Sebastian Hager. Zwischen den Fahrzeugen und den Wänden blieben dann nur noch wenige Zentimeter, um sich zu bewegen. Die neue Halle biete mit eine Länge von elf, einer Breite von zehn und einer Deckenhöhe von 5,30 Metern ausreichend Platz.

Bisher haben die Männer bereits einige hundert Arbeitsstunden auf der Baustelle an der L528 zugebracht. Viele kommen nach Feierabend und arbeiten so lange, bis es dunkel wird. Andere opfern Urlaubstage und Wochenenden. Bei aller Vorfreude auf die neue Halle sitzt den Feuerwehrleuten auch die Zeit im Nacken: Sobald der Frost einsetzt, muss die Halle stehen und die Fahrzeuge beherbergen – sonst friert das Löschwasser in ihren Tanks ein. - Laila Weiland

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