Märkische Werkstätten in neuen Räumen

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Auch das Konfektionieren von Heftern für die Bürobedarfsbranche gehört zu den Tätigkeiten, die in den Märkischen Werkstätten in Kiersperhagen erledigt werden.

Kierspe - Noch ist zwar längst nicht alles an seinem endgültigen Platz, aber die Hauptsache ist inzwischen geschafft: Der Umzug von der bisherigen Betriebsstätte der Märkischen Werkstätten in Rönsahl in das neue Betriebsgebäude in Kiersperhagen gilt – gerade rechtzeitig zum Ende der Werkstatt-Betriebsferien – als weitestgehend abgeschlossen.

Von Rainer Crummenerl

Jetzt konnten die insgesamt 120 Beschäftigten der Märkischen Werkstätten und ihre Betreuer, die sämtlich bisher schon im ehemaligen alten Schulgebäude in Rönsahl tätig waren, ihre neuen Arbeitsplätze im großzügig und vor allen Dingen in jeder Hinsicht funktionell gestalteten neuen Werkstattgebäude des Bielefelder Johanneswerks, das nach rund zweijähriger Bauzeit nun bezugsfertig ist, einnehmen. Noch müssen jedoch etliche Einrichtungsgegenstände und einiges an sonstigem Zubehör, das sich im Laufe vieler Jahre angesammelt hat, von der bisherigen Betriebsstätte der Märkischen Werkstätten in Rönsahl noch in das neue Betriebsgebäude in Kiersperhagen transportiert und dort an passender Stelle untergebracht werden.

Mit dem Umzug ging die lange Zeit des Improvisierens, so wie das im Rönsahler Gebäude unvermeidbar war, definitiv zu Ende. Die in den Märkischen Werkstätten Beschäftigten leben zum Teil in den verschiedenen Einrichtungen des Wohnverbunds Volmetal innerhalb des Johanneswerks, auch in privaten Haushalten und werden jeweils vor und nach Arbeitsbeginn mit einem Kleinbus transportiert. In den kommenden Tagen werden noch 13 weitere neue Mitarbeiter mit teilweise Schwerst- und Mehrfachbehinderungen, die bisher in Lüdenscheid beschäftigt waren, hinzukommen und im neuen Gebäude einen beschützten Arbeitsplatz finden. Insgesamt beläuft sich die Zahl der in den insgesamt acht verschiedenen Einrichtungen der Märkischen Werkstätten Beschäftigten auf 1000 Menschen mit Behinderungen, wovon allein 750 im Märkischen Kreis arbeiten.

Die neue ebenerdige Fertigungshalle in Kierspe verfügt über insgesamt 600 Quadratmeter nutzbare Fläche, hinzu kommt neben Sozial- und Büoräumen eine großflächige Lagerhalle mit 850 Stellplätzen, die in den nächsten Wochen noch durch Hochregale aufgewertet wird. Dadurch, so betonten Regionalleiter Richard Raatz aus Lüdenscheid und Wolfgang Lill als verantwortlicher Ansprechpartner für den Betrieb der Märkischen Werkstätten in Kiersperhagen im Gespräch mit der MZ, sei man ab sofort nicht nur in der Lage, die bisherigen Arbeitsabläufe im Bereich der Industriemontage und Verpackung wesentlich zu optimieren, sondern könne auch neue Schwerpunkte, hier speziell auf dem weiten Feld der Verpackungstechnik, setzen und wolle zudem zur Auslastung verstärkt vorhandener Kapazitäten nach neuen Kunden Ausschau halten.

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