24 neue und barrierefreie Wohnungen für Senioren

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Igor Milinevski (links), Andreas Berg und Birgit Funk präsentieren die Pläne für den Neubau von Senioren- und Eigentumswohnungen an der Straße Börlinghausen. ▪

KIERSPE ▪ Barrierefreiheit und Energieeffizienz sind für Bauherren in den vergangenen Jahren zu Schlüssel- manchmal gar zu Reizwörtern geworden. Bei einem Neubau, der derzeit in Kierspe entsteht, wurden beide Begriffe sinnvoll miteinander verbunden.

Am Anfang stand ein Grundstück mit einem leerstehenden Produktionsgebäude im Kiersper Ortsteil Bahnhof. Rund zweieinhalb Jahre ist es her, dass der Meinerzhagener Bauunternehmer Andreas Berg von dem Eigentümer des Grundstückes und der Immobilie gefragt wurde, was sich aus der Liegenschaft noch machen ließe?

„Da das Gelände mitten im Wohngebiet liegt, habe ich keine Nutzungsmöglichkeit als Gewerbefläche gesehen. Deshalb habe ich zu Abriss und Neubau geraten“, so Andreas Berg, der dann auch vor rund zweieinhalb Jahren mit seinem Partner Igor Milinevski – beiden gehört die Firma Investhouse – einen Plan für einen Neubau erarbeitete. Diesen errichten sie nun für die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen als neue Eigentümerin.

Gebaut werden derzeit zwei Häuser. In einem der Gebäude an der Straße Börlinghausen werden neben 24 geförderten seniorengerechten Wohnungen, die allesamt barrierefrei sind und jeweils zwei Zimmer haben, auch vier Drei-Zimmer-Wohnungen entstehen, die an Familien vergeben werden sollen. „Die Planungen sehen eine parkähnliche Freifläche und einen überbauten Innenhof mit Aufenthaltsraum und Glasaufzug vor. Außerdem wird es eine Sauna im Untergeschoss samt Ruheraum und eine Tiefgarage auf der gleichen Ebene geben“, so Berg. In dem zweiten Gebäude, das ebenfalls auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht, sind acht bis zehn frei finanzierte Eigentumswohnungen geplant. „Die Besitzer dieser Wohnungen werden dann später auch die Sauna im Nebengebäude und natürlich auch den Park nutzen können“, erklärt Birgit Funk von der Firma „B und E Real Estate“, die die Wohnungen vermakelt.

Bei der Planung stand aber nicht der Gedanke an Komfort für die späteren Bewohner im Mittelpunkt der Planungen, sondern auch der Wunsch, Energie zu sparen. Normalerweise sind Fußbodenheizungen in solchen Gebäuden Standard. Doch nach den Erfahrungen des Bauingenieurs Berg, der auch Eigentümer des Meinerzhagener Unternehmens Dittmann Bau ist, lehnen gerade ältere Menschen diese Art der Heizung ab. Deshalb kommen Wandheizungen zum Einsatz, für die aber eine Wärmepumpe nicht genügend Heizleistung bringt. Die fehlende Temperatur wird über eine Gasheizung geliefert. Letztlich nennt sich diese Technik Wärme-Absorption. „Für dieses Konzept haben wir auch Fördermittel bekommen“, so Berg.

Auf dem Dach kommt zusätzlich eine Solaranlage zum Einsatz, mit der das Wasser vorgeheizt wird. Außerdem werden die Gebäude massiv gedämmt und die Fenster mit einer Dreifachverglasung versehen. Berg: „Dadurch dürfen die Bewohner mit niedrigen Heizkosten rechnen.“

Neben dem Glasaufzug im Innenhof wird es noch einen zusätzlichen großzügigen Aufzug geben, der nicht nur den Einzug erleichtert, sondern zur Not auch einen Liegendtransport der Bewohner ermöglicht. Darüberhinaus bekommen alle Wohnungen einen Balkon oder eine Terrasse. Um die drei beziehungsweise viergeschossigen Gebäude in ihrer vollen Höhe nutzen zu können, wurde ein Walmdach gewählt.

Mit einer Fertigstellung der beiden Häuser in Kierspe rechnen die Investhouse-Geschäftsführer im Spätsommer des kommenden Jahres. ▪ Johannes Becker

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