Neue Ausrüstung für Löschzug Stadtmitte in Kierspe

Fördervereinsvorsitzende Sabine Lück überreichte die angeschafften Ausrüstungsgegenstände gestern Morgen an Löschzugführer Bernd Kriesten. ▪

KIERSPE ▪ In Zeiten leerer öffentlicher Kassen müssen von der Kommune auch bei der Feuerwehr Abstriche gemacht werden. Zwar wird natürlich die Grundausstattung sichergestellt, doch wenn noch bessere oder aber zusätzliche Ausrüstung gewünscht wird, sind Spendengelder notwendig. Dafür haben sich in allen Löschzügen Fördervereine gebildet wie auch bei der Einheit Stadtmitte, wo gestern Jahrestreffen war.

Denn optimale Hilfsmittel erleichtern bei Einsätzen die Arbeit und gewährleisten zudem ein höheres Maß an Sicherheit für die Kräfte. Der Förderverein des Löschzuges Stadtmitte traf gestern Morgen zu seiner Jahreshauptversammlung im Gerätehaus zusammentraf und zog dabei eine insgesamt doch sehr positive Bilanz, was die finanzielle Unterstützung für die Einheit im vergangenen Jahr angeht.

So berichtete die Vorsitzende Sabine Lück nach der Begrüßung der mehr als 20 Anwesenden nicht ohne Stolz darüber, was alles an Ausrüstung gekauft werden konnte durch das Engagement des Unterstützungsgremiums: So wurden neue Handfunksprechgeräte beschafft, besondere Handstablampen für den Brandeinsatz, ein Akkuschrauber für die Personenrettung, um Türen aufzubrechen, Absturzsicherungen, ein Fettbrandlöscher, denn es kommt immer wieder zur Einsätzen in privaten oder auch gewerblichen Küchen, ein Werkzeugkoffer vor allem auch gefüllt mit Elektrowerkzeug sowie ein Laptop. Alles zusammen kostete rund 7000 Euro.

Diese Anschaffungen waren nur möglich dank der großen Spendenbereitschaft der Kiersper Bürger, die die Feuerwehr bei der jährlichen Spendensammlung immer rege bedenken, wofür ihnen Dank galt. Nicht zu vergessen die Spenden von Firmen, unter denen die vierstelligen Beträge der beiden Unternehmen MPK und Kriesten sowie des Bauvereins besonders hervorgehoben wurden.

Der Förderverein unterstützte finanziell auch das Übungswochenende des Löschzuges Stadtmitte zusammen mit dem Löschzug Rönsahl in Paderborn. Mit von der Partie waren die Mitglieder zusammen mit anderen Angehörigen der Einheit außerdem beim Stadtmitte-Osterfeuer auf Gut Bremecke und der Verein engagierte sich ebenfalls bei der Nachtwanderung im Rahmen der Ferienspiele. Weiterhin gab es einen Zuschuss für die Fahrt der Alters- und Ehrenabteilung, die in der vergangenen Woche im Schieferschaubergwerk in Raumland bei Bad Berleburg war. Klaus-Jürgen Stöhr dankte dem Förderverein gestern Morgen für die Hilfe.

Das nächste Projekt

Als nächstes Projekt steht die Restaurierung der Fahne des Löschzuges von 1932 an, denn sie ist an einigen Stellen stark verschlissen, wird sie seitdem doch regelmäßig eingesetzt bei Beerdigungen, den Gedenkstunden am Volkstrauertag, bei Umzügen und anderen offiziellen Ereignissen. Doch die Wunschliste von Löschzugführer Bernd Kriesten, zudem erster stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, auch bezüglich noch notwendiger Ausrüstung, ist noch länger: So sollen Totmannmelder für alle Atemschutzgeräteträger angeschafft werden, die anzeigen, wenn diese sich nicht mehr bewegen und möglicherweise verletzt sind, noch mehr Handstablampen, weitere Ausstattung für die Atemschutzgeräteträger wie Leinenbeutel sowie ein Stand rohrhalter und eine Schublade für das Be- und Entlüftungsgerät im Einsatzwagen. Außerdem müssen Rücklagen gebildet werden für die Zusatzausstattung des neuen Tanklöschgruppenfahrzeuges LF 16/12, dessen Kauf 2013 ansteht. Darüber hinaus wird Besuch erwartet von der befreundeten Feuerwehr Hümpfershausen aus Thüringen und im September gibt es wieder das Stadtwehrfest.

Sabine Lück nannte die Zahl von konstant 60 Mitgliedern und trug dann auch den Kassenbericht vor, in dem sie insgesamt geordnete Finanzverhältnisse offenlegte. Nach dem Bericht der Kassenprüfer Hans-Gerhard Hehn und Nadine Dörseln stand der Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Weg. Für Hehn wurde Klaus-Jürgen Stöhr als neuer Kassenprüfer gewählt. Zum Schluss kam noch eine Ermahnung von Hehn, der appellierte, dass sich die Aktiven wieder mehr bei der Spendensammlung engagieren sollten, da sie wichtig sei, um die Feuerwehrarbeit langfristig zu finanzieren. ▪ rh

Förderverein unterstützt Löschzug. Ohne Spenden der Bürger

manche Zusatzausstattung unmöglich. Investitionen in Sicherheit

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