Neubürger im Rathaus empfangen

Deutsch hat dieser Neubürger aus Nigeria bereits in der Schule gelernt. Daher war es für ihn kein Problem, mit Bürgermeister Frank Emde und Anna Brandt von den katholischen Messdienern ins Gespräch zu kommen. - Fotos: Goldbach

Kierspe - „Was kommt auf mich zu?“ – Das ist sicherlich eine der vielen Fragen, die sich Kiersper Neubürger nach ihrem Umzug in die Volmestadt stellen. Beim „Ankommen“ in der neuen Heimat will die Verwaltung der Stadt Kierspe diesen Menschen helfen, auch viele Vereine schließen sich an. So waren nicht nur die Neubürger zu einem Empfang in das Rathaus eingeladen, sondern auch die Inhaber einer Ehrenamtskarte.

Von Gertrud Goldbach

Auf einem Tisch waren viele Flyer von Vereinen ausgelegt, Prospekte gaben Hinweise auf schöne Wanderstrecken oder Radtouren im Märkischen Kreis, und vier Schüler der Musikschule hatten vor Ort ein Schlagzeug aufgebaut, Bass und Gitarre bereitgelegt, um den Gästen im Verlauf des Empfangs eine Kostprobe ihres Könnens zu geben.

Bürgermeister Frank Emde eröffnete die Veranstaltung und kam zunächst auf die Angebote der Stadtverwaltung zu sprechen. Diese finden sich gebündelt auf der Internetseite der Stadt unter www. kierspe.de. Angefangen beim Veranstaltungkalender über die Auflistung aller Kiersper Vereine mit Ansprechpartnern bis hin zum Abfallkalender ist hier alles zu finden. Drei Kiersper Vereine waren vor Ort, um sich den Neubürgern stellvertretend für die vielen anderen vorzustellen.

Silvia Baukloh vom Heimatverein, Martin Ahlhaus und Claudia Lüsebrink-Wirth vom sozialen Bürgerzentrum Hand in Hand, sowie Dorette Vormann-Berg für die Abteilung Sport stellten die Aufgaben ihrer Organsiation vor und luden zum Mitmachen ein. „So können sie engagiert Kontakt zu anderen Kierspern bekommen“, zeigte Martin Ahlhaus die Möglichkeiten des sozialen Engagements auf.

Kleine Soli der Schüler der Musikschule Kierspe setzten musikalische Akzente, bevor Bürgermeister Emde sich an die Inhaber der Ehrenamtskarte wendete. „Sie machen ihre Stadt reicher und wärmer“, zitierte er aus einer Rede von Roman Herzog. „Sie reden nicht viel über das, was sie tun. Darum übernehme ich das jetzt für sie und sage Danke. Ich würde mich freuen, wenn viele Menschen ihrem Beispiel folgen.“

Nach dem offiziellen Teil bestand die Möglichkeit, bei einem kleinen Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen. So unterhielt sich Bürgermeister Frank Emde auch mit Neubürgern aus Nigeria, die erst seit Kurzem in Kierspe wohnen. Die Kommunikation war problemlos auf Deutsch möglich, da einer von ihnen mehrere Jahre lang in der Schule deutsch gelernt hatte. Zudem hat er derzeit täglich Gelegenheit, seinen deutschen Wortschatz weiter zu vergrößern – der junge Mann hilft bei der Pflege der Kiersper Sportplätze und steht somit in engem Kontakt zu vielen Kierspern.

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