Awo-Kindertagesstätte genau im Zeitplan

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Unmittelbar unterhalb des neuen Feuerwehr-Gerätehauses entsteht an der Kreuzung Wildenkuhlen die neue Awo-Kindertagesstätte, die ab Herbst von sechs Gruppen genutzt werden soll.

Kierspe - Es scheint, als wenn der Neubau des Awo-Kindergartens an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße ganz ohne größere offizielle Feiern einherginge. Beim Spatenstich trieb starker Regen die Gäste auseinander und verkürzte die Redezeiten.

Das Richtfest fällt aufgrund der Corona-Pandemie aus – und sicher wird sich das Virus auch einschränkend auf die Einweihung auswirken. 

Für die ausführenden Firmen ist es sicher schade, dass sie das Richtfest nicht in der gewohnten Weise und vor allem mit viel Öffentlichkeit feiern können. Denn dann hätten sie vor Publikum das mitteilen können, worüber sich Lothar Dornbach als Bauherr freute: „Wir liegen im Zeitplan.“ Demnach stehen die Arbeiten an dem Rohbau kurz vor dem Abschluss. Nun sind die Zimmerleute an der Reihe und schließlich kommt noch der Dachdecker. „Dann haben wir den Bau geschlossen und können mit den Arbeiten im Inneren beginnen“, so Dornbach, der sich freute, dass alle am Bau Beteiligten so „gut mitgezogen“ haben, dass der Zeitplan bislang nicht in Gefahr geriet – soll das Gebäude doch bereits im Herbst von der Awo als Kindertagesstätte genutzt werden können. 

Allerdings wird die Awo dann Mieter sein, Eigentümer bleibt die Firma Dornbach aus Kirchhundem. Dabei handelt es sich um einen Spezialisten für Betonbearbeitung durch Sägen, Bohren, Fräsen und Schneiden. Seit einigen Jahren gibt es aber auch eine Immobilien- sparte, die wiederum ihre Anfänge in der Sanierung von Immobilien hatte. Bei der Awo-Kindertagesstätte in Kierspe handelt es sich nach Bekunden der Firmen-Eigentümer um das bislang erste Objekt dieser Art in der Firmengeschichte. Demnach wird auf dem rund 5000 Quadratmeter großen Grundstück ein Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 1700 Quadratmetern errichtet – sowie ein Außengelände mit Spielplatz.

In das Gebäude wird ein Aufzug eingebaut, der es auch Kindern mit Behinderung erlaubt, beide Etagen zu nutzen. Notwendig wird dies durch eine achtköpfige Gruppe, in der mehrfach behinderte Kinder heilpädagogisch betreut werden. Neben dieser Gruppe finden in der neuen Tageseinrichtung noch weitere fünf Gruppen ihren Platz, sodass rund 100 Kinder das neue Gebäude nutzen können – doppelt so viele wie in der bisherigen Einrichtung an der Straße Haunerbusch.

Notwendig werden die zusätzlichen Plätze durch einen Bedarf vor allem bei U3-Kinder. Das würden die Anmeldungen deutlich zeigen, hatte Matthias Sauerland, Leiter des Fachdienstes Jugendförderung und Kinderbetreuung beim Märkischen Kreis, beim symbolischen Spatenstich Mitte Februar mitgeteilt. Ursprünglich wurden Kinder mit Behinderung in dem Heilpädagogischen Kindergarten in Schürfelde betreut, doch auch bei Kindergartenkindern soll die Inklusion zum Standard werden. So freute sich Johannes Anft (Awo) beim Spatenstich über die gemeinsame Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung, wenn sie auch in unterschiedlichen Gruppen stattfindet: „Dadurch wird das soziale Lernen enorm gefördert.“

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