Vermeintlicher Brandrauch sorgte für Großeinsatz

Nebelmaschine in Kierspe sollte Einbrecher vertreiben und lockte Feuerwehr an

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Kierspe - Mit Knoblauch kann man Vampire vertreiben, mit Minze Einbrecher: So könnte das Fazit eines Großeinsatzes der Kiersper Feuerwehr in der Nacht auf Samstag lauten.

Um 2.30 Uhr gingen die Sirenen los. Die Löschzüge 1 und 2 wurden zu einer unklaren Rauchentwicklung in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Kölner Straße gerufen. Da sich zahlreiche Personen in dem Haus befanden und der Rauch sich bereits im Treppenhaus ausbreitete, wurde zeitgleich auch das DRK angefordert.

Vor Ort gestaltete sich die Suche nach der Ursache schwierig. Die gemeldete Verrauchung hat sich bestätigt, allerdings vernahmen die Einsatzkräfte einen deutlichen Minz-Geruch. Dadurch gerieten sie auf eine falsche Fährte und vermuteten zunächst eine Shisha-Wasserpfeife als Quelle für den Qualm. Allerdings gaben sich die Feuerwehrleute mit dieser Diagnose noch nicht zufrieden und suchten noch weiter. 

Als dann der Zutritt zu Räumen hinter der Spielhalle im Erdgeschoss möglich wurde, ließ sich das Rätsel lösen: Es war kein Qualm, sondern Kunstnebel. Dieser stammte aus einer Nebelmaschine, die zur Einbruchmeldeanlage gehörte. Zweck dieser Installation ist es, den Einbrechern das Leben schwer zu machen - indem die Sicht versperrt wird und so kein potentielles Diebesgut zu erkennen ist.

Das Auslösen der Maschine war aber keine Folge eines Einbruchsversuches, da ist sich die Polizei sicher. Es wurde auch kein Fehlalarm gemeldet, und so geht die Feuerwehr von einem technischen Defekt des Nebelwerfers aus. Ob sich der Minzgeruch auch darauf zurückführen lässt, wurde allerdings nicht mehr geklärt. 

"Abgerundet" wurde auch dieser nächtliche Einsatz mal wieder von einem Störenfried: Obgleich einige der zahlreichen Feuerwehrfahrzeuge quer auf der Straße standen, um die Einsatzstelle abzusperren, ließ es sich der Fahrer eines Kleintransporters nicht nehmen, sich hindurch zu schlängeln. Weit kam er aber nicht, denn sofort wurde er von den Einsatzkräften aufgehalten und kassierte einen dicken Rüffel.

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