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Naturschützer bauen Benjeshecke

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Von: Gertrud Goldbach

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Evelyn Berger flechtet die abgeschnittenen Äste in die Benjeshecke ein.
Evelyn Berger flechtet die abgeschnittenen Äste in die Benjeshecke ein. © Gertrud Goldbach

Winterfest machten mehrere Gruppen von Naturschützern zwei Grundstücke in Kierspe-Dorf. Mit dabei waren der BUND, der NABU, der Hegering und die Heesfelder Mühle, dazu einige Privatpersonen. 

Kierspe - Ausgestattet mit Motorsägen, Astscheren und dicken Handschuhen machten sie sich an die Arbeit. Auf einem Grundstück am Fontaneweg sägte Martin Spettmann drei wilde Kirschen ab, die dann in eine Benjeshecke Ast für Ast gesteckt wurden. Dass die Äste auch in der richtigen Richtung eingeflochten wurden, darauf achtete Gudrun Barth, die die ganze Aktion leitete. Doch das waren nicht die einzigen Arbeiten am Fontaneweg. Wilde Brombeeren wurden ausgegraben, damit sie im nächsten Jahr nicht den Blühstreifen überwachsen. Auch die Tierverstecke im Steinhaufen wurden kontrolliert. Ferner mussten gepflanzte Wildsträucher hinter dem Totholzzaun mit Stäben markiert werden.

Die wilde Kirsche wird von Martin Spettmann, Astrid Ehrt und Evelyn Berger zur Benjeshecke gezogen und dort eingeflochten.
Die wilde Kirsche wird von Martin Spettmann, Astrid Ehrt und Evelyn Berger zur Benjeshecke gezogen und dort eingeflochten. © Gertrud Goldbach

Während am Fontaneweg die Helferinnen und Helfer das Grundstück tiergerecht gestalteten, ging es auf dem Acker in der Nähe des Schillerweges um das Kappen einer hohen Schlehenhecke. Hier gute Lederhandschuhe dabeizuhaben, war ratsam, denn die Schlehenhecke hat recht große Dornen. Seit 50 Jahren steht sie dort schon zwischen zwei Ackerflächen. Nun soll sie Abschnitt für Abschnitt gekappt werden und bekommt danach wieder Zeit zum Ausschlagen. Die Äste, die hier abgeschnitten wurden, waren schon recht dick. Auch sie wurden für das Errichten einer Benjeshecke verwendet. So viel körperliche Arbeit macht hungrig: Da freuten sich alle mittags über die heiße Suppe von Gertrud Engstfeld und die Getränke, die Michaela Diller den Ehrenamtlichen spendete.

So ganz sind die Helferinnen und Helfer mit den geplanten Arbeiten nicht fertig geworden, doch immerhin sind sie ein gutes Stück weitergekommen.

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