Ferienspiele trotz Pandemie

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Gleich zweimal standen Wasserspiele bei und mit der Feuerwehr auf dem Programm der Ferienspiele. In Kierspe gab es dann auch noch eine Besichtigung des neuen Gerätehauses.

Kierspe – „Das war schon sportlich“, sagt Christian Schwanke – und meint in erster Linie nicht das Programm der Ferienspiele, von denen viele draußen stattfanden, sondern den kurzen Zeitraum, in denen diese organisiert wurden.

Absage

Ursprünglich waren in Kierspe Ferienspiele mit rund 30 Aktionen – unter Beteiligung vieler Vereine – geplant. Doch dann kam die Corona-Pandemie und damit die Überzeugung, dass die Spiele aufgrund der Landesvorschriften entfallen müssen. Letztlich erlaubten aber die Vorgaben aus NRW dann doch Veranstaltungen mit wenigen Teilnehmern und unter Beachtung der Hygienevorschriften.

Wer durfte?

„Als wir das Programm entwickelten, galten 14 Teilnehmer als Kontaktgruppe. Später waren dann auch bis zu 20 erlaubt, da hatten wir aber schon begonnen und das Programm auf die 14 Mitglieder abgestimmt“, sagt Jugendzentrums-Mitarbeiter Christian Schwanke.

Organisation

Nachdem man sich dazu entschlossen habe, die Ferienspiele im reduzierten Umfang anzubieten, habe man das Programm über die Schulen verteilt. Da sei es ein Glück gewesen, dass die Grundschulen vor den Ferien wieder zum Unterricht für alle zurückgekehrt seien, erzählt Schwanke. Geplant seien die Spiele immer für Kinder bis 14 Jahren. Doch, da die Gesamtschule keinen Unterricht für alle habe anbieten dürfen, habe man dort auch nicht alle Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs erreichen können. Letztlich habe auch nur eine Woche für die Anmeldung zur Verfügung gestanden.

Mitarbeiter

Der größte Teil der Aktionen wurde von der Jugendzentrumsleiterin Susanne Sattler, Christian Schwanke und der Rönsahler Jugendzentrumsleiterin Susanne Struth-Gräfe organisiert. Üblicherweise bieten auch Vereine Programmpunkte an. „Bei SGV und Heimatverein gehören die Aktiven zur Risikogruppe. Da wollten wir nichts riskieren. Bei den Tornado-Motoballern war die Sorge groß, dass das Fahrradturnier, das dort in den vergangenen Jahren immer organisiert wird, genau in eine eventuelle Wiederaufnahme der Saison fallen könnte. So waren es letztlich die Mitarbeiter der Jugendfeuerwehr und des Spielmannszuges, die uns unterstützt haben“, sagt Schwanke.

Teilnehmerzahlen

An der Fahrt zum Fort Fun hatten 30 Kinder teilgenommen. Das war möglich, weil im Bus besondere Vorschriften gelten und vor Ort die Kinder in Kleingruppen unterwegs sind. Bei allen anderen waren es die schon erwähnten 14. An den insgesamt 14 Aktionen haben 106 Kinder teilgenommen. Ursache dafür war, dass einige angemeldete Kinder nicht kamen, andere an mehreren Veranstaltungen teilnahmen, da die Plätze verlost wurden. Üblicherweise nehmen an den rund 30 Veranstaltungen mehr als 300 Kinder teil, von denen alleine 90 zu einer Aufführung in Elspe fahren. Bis auf zwei Angebote, die in diesem Jahr auf dem Programm standen, war alles ausgebucht. Bei der Fahrt zu Phänomenta und zum Fort Fun hätten, so Schwanke, jeweils 26 Kinder auf der Warteliste gestanden. Dass es nicht noch mehr gewesen seien, sei sicher auch der Sorge der Eltern vor einer Ansteckung ihrer Kinder geschuldet. Schwanke: „Die Eltern, die einer Anmeldung zugestimmt haben, waren meist sehr froh, dass es überhaupt wieder Angebote für Kinder gab.“

Resümee

"Es hat alles gut geklappt. Wir haben viel Zuspruch und Unterstützung bekommen. Und für viele Kinder war es wichtig, dass sie sehen konnten, dass wieder etwas für sie angeboten wird. Denn letztlich war die Zeit der Kontaktbeschränkungen gerade für die Kinder eine sehr schwere Zeit“, erzählt Schwanke.

Das Programm

Insgesamt gab es 14 Angebote. Das Programm endet heute mit einer Abenteuerwanderung von Wipperfürth nach Kierspe. Los ging es vor einem Monat mit einer Fahrt in die Phänomenta Lüdenscheid. Gleich danach fuhr der Bus nach Bestwig ins Fort Fun. Ein Natur-Action-Tag setzte das Programm fort. Die Draisinen-Fahrt musste aufgrund des Wetters abgesagt werden, konnte aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgebot werden. Es wurde mit Arnd Clever gezaubert und mit dem Rad ging’s zur Neye. In Rönsahl stand eine Schatzsuche auf dem Programm und in Halver wurde Minigolf gespielt. Zweimal gab es Wasserspiele bei der Feuerwehr und auch Stadtdetektive waren unterwegs. Dann gab es noch faire Kampfesspiele und Olympische Spiele.

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