Nacht der offenen Kirche bietet spannende Reise

Zur Vertiefung der gewonnenen Eindrücke bei der Nacht der Offenen Kirche und zur Erinnerung an die dort versteckten „Perlen des Glaubens“ machten die Gäste in der Servatiuskirche gern von der Möglichkeit, ein Perlenarmband zu basteln.

RÖNSAHL ▪ „Die Perlen des Glaubens“ – so lautete diesmal das Thema für eine Entdeckungsreise der besonderen Art, zu der die evangelische Kirchengemeinde Rönsahl eingeladen hatte. Am Pfingstsonntag und außerhalb der üblichen Gottesdienstzeit stand die Servatiuskirche Gästen offen. Sie reihte sich damit ein, in die im Bereich der evangelischen Landeskirche von Westfalen angebotene Nacht der Offenen Kirche(n), die im Turnus von zwei Jahren jeweils am Pfingstsonntag stattfindet.

Nach der großen Resonanz in den Vorjahren mussten die Verantwortlichen nicht lange über eine Neuauflage nachdenken. Schnell war man sich einig, dass das Thema „Die Perlen des Glaubens“ wie maßgeschneidert für ein so geschichtsträchtiges Gotteshaus wie die Rönsahler Dorfkirche schien. Denn nach der vor zwei Jahren angebotenen Entdeckungsreise, bei der die im alten Gotteshaus vorhandenen ideellen Schätze, die im Laufe der Zeit und teils schon seit vielen Jahrhunderten das Gemeindeleben begleiten, im Fokus standen, war auch jetzt guter Rat keineswegs teuer.

Mit viel Begeisterung für die Sache und für die ungeahnten Gestaltungsmöglichkeiten hatten sich etliche Gemeindemitglieder an die Vorbereitung dieser Nacht der Offenen Kirche begeben. Unter der Leitung von Pastor Martin Spindler, der in Vertretung von Gemeindepfarrer Martin Ahlhaus die Dinge koordinierte, hatten vornehmlich Mitglieder von Gemeindebeirat und Frauenhilfe allerhand zur lebendigen Gestaltung des Abends beigetragen. Das erkannten die vielen Besucher, die am Abend des Pfingstsonntags in die Kirche kamen, nicht zuletzt an den aufgebauten Stationen, die zur Betrachtung und inneren Einkehr einluden.

Zu Beginn der danach angesagten Entdeckungsreise auf den Spuren von insgesamt zehn unterschiedlich akzentuierten „Perlen des Glaubens“ und dem musikalischen Willkommensgruß durch den Posaunenchor der Gemeinde führte Pastor Spindler im Rahmen einer kleinen Andacht ins Thema ein. Perlen, oftmals an einer Kette aufgereiht, haben eine gewisse Symbolik, dienen in manchen Kulturkreisen und Religionen auch als eine Art Führung durch die großen Lebensthemen. „Auch Christen dürfen Perlen des Glaubens für sich entdecken und dabei zu der Erkenntnis gelangen, dass alles aus Gottes Hand kommt und wieder zu Gott hin führt. „Gottes Dreifaltigkeit symbolisiert die goldene Perle des Lebens, seine Gegenwart ist der größte Schatz in unserem Leben, und den gilt es zu erkennen..“, hieß es sinngemäß.

Gern ließen sich die Kirchenbesucher einladen zu der Entdeckungsreise. Sie folgten dabei den Spuren der im Kirchenschiff aufgebauten Stationen. Dabei wurde deutlich, dass die installierten „Perlengründe“ jeweils unterschiedliche menschliche Verhaltensweisen und Bedürfnisse symbolisieren und in Verbindung mit christlichen Symbolen bringen wollten.

Während ihrer Entdeckungstour in Kirchenschiff und Turmstuben konnten sich die Kirchenbesucher an kleinen von Förderverein und Frauenhilfe gereichten Erfrischungen stärken und bei zwischendurch angebotenen Taizé- Gesängen und dem abschließenden Abendmahl Gemeinsamkeit pflegen und den Tag in Ruhe ausklingen lassen. ▪ Cr

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