Skurriler Nachbarschaftsstreit in Kierspe

Verrückt! Frau "füttert" Gummipferd mit Hühnerfutter - Nachbar fühlt sich provoziert

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Ein gelbes Gummipferd platzierte eine Frau immer wieder auf dem Grundstück des Nachbarn. Der wehrte sich, sie schlug zu. (Symbolbild). 

Kierspe - „Und täglich grüßt das gelbe Gummipferd“, so könnte der Titel einer Nachbarschaftsbeziehung in einer Kiersper Wohnsiedlung lauten. Seit Jahren liegen die beiden Parteien im Clinch. Unzählige Anzeigen haben sie schon gegenseitig erstattet.

  • Skurriler Nachbarschaftsstreit in Kierspe
  • Frau stellt gelbes Gummipferd auf die Einfahrt des Nachbarn
  • Dann "füttert" sie es mit Hühnerfutter - die Situation eskaliert

Jetzt trafen sich die Nachbarn mal wieder vor Gericht. Gefährliche Körperverletzung und Körperverletzung lautete der Vorwurf. Die Frau auf der Anklagebank wurde offenbar im Vorfeld der Verhandlung von ihrem Anwalt dazu angehalten, lieber ihm das Reden zu überlassen.

„Sie ist etwas impulsiv“, erklärte der Verteidiger das Vorgehen. Die Staatsanwaltschaft warf der 59-Jährigen vor, ihrem Nachbarn am 11. April erst einen Schlag mit der flachen Hand und später noch einen mit der Hundeleine verpasst zu haben. Die Attacke mit der Hand gebe seine Mandantin zu, so der Anwalt. Mit der Leine habe sie allerdings nicht ausgeholt.

Täglich ungebetener Besuch vom gelben Gummipferd

Der Nachbar resümierte im Zeugenstand den Ablauf des Tattages. Dazu müsste er aber etwas weiter ausholen. Wochenlang habe die Angeklagte täglich ein gelbes Gummipferd auf sein Grundstück gestellt. Jeden Tag hätten er oder seine Frau es wieder über die Grenze zur Angeklagten zurückgebracht.

Am Tattag habe die 59-Jährige das Pferd mit Hühnerfutter „gefüttert“. Da das nur schwer aus dem Schotter zu entfernen gewesen sei, habe der Zeuge zum Laubbläser gegriffen. Darüber offenbar empört, sei die Angeklagte wie eine Furie aus dem Haus gestürmt und habe ihn mehrfach geschlagen. Dabei habe sie eine Hundeleine mit Abroller in der Hand gehabt. Außerdem habe sie ihm sein Cappy vom Kopf gerissen.

Das gab die Angeklagte zu. Die Kappe habe sie später bei der Polizei abgegeben. Eine Hundeleine habe sie nicht in der Hand gehabt. Bezüglich des Pferdes gab die 59-Jährige an, dass sie es einsetze, um Katzen vom Vogelhäuschen fernzuhalten. Es sehe doch schön aus und tue niemandem etwas.

Pferd überschreitet nicht mehr die Grenze

Der Richter fällte in dieser Angelegenheit kein Urteil. Stattdessen stellte er das Verfahren vorläufig gegen eine Zahlung von 500 Euro ein. Werden diese bis Ende Februar bezahlt, wird die Akte geschlossen. Und was ist aus dem gelben Gummipferd geworden? Nun, das gibt es immer noch. „Es ist noch da, überschreitet aber nicht mehr die Grenze“, erklärte der Nachbar.

Ganz und gar nicht amüsant sind die Details, die in einem Prozess ans Tageslicht kommen. Eine junge Mutter aus Kierspe hatte ihr Neugeborenes in eine Mülltüte gelegt. Es überlebte. Nun schildert eine Polizistin den Fund des Babys in Kierspe

Eine weitere Meldung ausKierspe: Beim Unternehmen Nanogate kündigen sich drastische Veränderungen an. 

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