180 Gläubige wählen neuen Pfarrgemeinderat

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Jüngster Wähler mit noch nicht 16 war Maximilian Kurzawski.

KIERSPE - Gegen 14.15 Uhr stand für den Kiersper Bereich der katholischen Pfarrei St. Maria Immaculata am Sonntag das Wahlergebnis zum Gemeinderatswahl fest. 180 von insgesamt 2.754 Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch, wovon 39 sich für die Briefwahl entschlossen hatten.

Im neuen Gemeinderat werden Silke Groll, Stephan und Ulrich Jatzkowski, Martin Klamm, Marian Kosel, Susanne Kuhn, Petra Kurzawski, Ursula Ostermann, Birgit Raphael-Nowack, Gabriele Schönwies und Paola Semeraro die Interessen der Gläubigen von St. Engelbert und St. Josef vertreten.

Das macht eine Wahlbeteiligung von 6,55 Prozent, gemessen an den Wahlberechtigten, aber eine Wahlbeteiligung von 75 Prozent der an diesem Wochenende zum Gottesdienst erschienenen Gemeindemitglieder aus. In diesem Jahr war es das erste Mal, dass auch Jugendliche ab 14 Jahre an der Wahl teilnehmen konnten und ein Jugendlicher nahm sein Wahlrecht wahr.

Zur Wahl gingen am Samstag viele Gläubige, die eher nicht zum harten Kern der Gemeinde gehören und dem Wahlvorstand unbekannt waren. Ganz anders ließ es sich am Sonntag an. An diesem Tag waren neue Gemeindemitglieder in der Minderzahl, so wie ein Dortmunder Wähler, der erst seit vier Jahren in der Kiersper Gemeinde lebt. Erfahren von den Gemeinderatswahlen hatte er im Gottesdienst und sich sogleich angesprochen gefühlt. In Dortmund gehörte er nicht zu den regelmäßigen Gemeinderatswählern.

 „Da lebte ich in der Innenstadt in einer Stadtgemeinde, da war mir nichts von einer Gemeinderatswahl bekannt“, gab er als Grund dafür an. Die anderen Wähler hatten durch die Tageszeitung von der Wahl erfahren, dem Pfarrnachrichten oder auch aus dem Gottesdienst, in dem die Kandidaten vorgestellt worden waren.

Eine gute Stunde zählten Norbert Schönwies, Christa Kluth, Hubert Sudahl und Christel Kleine die abgegebenen Stimmzettel aus, bis das Ergebnis feststand. Eine Woche besteht noch die Möglichkeit, diese Wahl anzufechten. Danach werden sich die neuen Gemeinderatsmitglieder zu ihrer konstituierenden Sitzung am 4. Dezember zusammenfinden. In ihr wird der Vorsitzende gewählt werden, ebenso die Gemeinderatsmitglieder, die in den Pfarrgemeinderat delegiert werden.

Der Pfarrgemeinderat wird zusammen mit dem Pfarrer Peter Wilhelm Keinecke und dem stellvertretenden Pfarrer Gregor Myrda über überörtliche Angelegenheiten beraten und entscheiden. Das kann das Festlegen von Gottesdienstzeiten in den einzelnen Kirchen sein oder auch Termine für gemeinsame Veranstaltungen. Dazu gehört auch das Bestimmen der Termine und des Themen der Herbstgesprächsreihe, die gerade in der Gemeinde abgeschlossen wurde.

Der Gemeinderat selbst entscheidet über Belange, die nur in Kierspe von Interesse sind. Das kann das eigene Gemeindefest sein oder ähnliche örtliche Angelegenheiten. - Gertrud Goldbach

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